Neuaufstellung

Magazin: Telekom sortiert langjährige Spitzenkräfte aus

Umbau des Managements - Konzern hält am Abbau von 1300 Stellen fest
Von Ralf Trautmann mit Material von dpa

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Bild: teltarif.de
Ein Umbau des Managements bei der Telekom gehört nach den Worten eines Firmensprechers zur längst geplanten Neuaufstellung der Konzernzentrale. Dabei gehe es nicht um neue Stellen. Derzeit seien zwar 220 Führungspositionen konzernweit ausgeschrieben, es bleibe aber unter dem Strich beim Abbau von 1300 Stellen in der Bonner Zentrale. Bis zum Jahr 2015 soll dieser Plan umgesetzt werden. Es gebe auch keine Vorgabe, bisherige Führungskräfte durch neue zu ersetzen, betonte der Sprecher heute.

Die Wirtschaftswoche berichtet in ihrer neuen Ausgabe, derzeit würden bei der Telekom langjährige Spitzenkräfte "aussortiert". Dies geht laut dem Magazin aus "internen Papieren und Organigrammen" hervor. Es gehe vor allem um die Vorstandsbereiche von Konzernchef René Obermann, Finanzchef Timotheus Höttges und Technik-Chefin Claudia Nemat - über zwei Drittel der betroffenen Stellen lägen in diesen Resorts. Es bestehe offenbar Unzufriedenheit mit den Leistungen der dort tätigen Manager. Der Sprecher sagte, ob bei der Neuorganisation neben bisherigen Managern auch neue berücksichtigt würden, sei reine Spekulation.

Telekom sucht Kräfte für Kooperationen und mehr

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Die Wirtschaftswoche prognostiziert anhand der neu zu besetzenden Stellen, wo mutmaßlich am meisten Handlungsbedarf beim Ex-Monopolisten besteht. Obermann zum Beispiel suche unter anderem Kräfte, die Kooperationen mit großen Internet-Konzernen organisieren sowie sich um neue, innovative Kräfte am Markt kümmern. Höttges indes will diverse Stellen im Fusions- und Übernahme-Bereich neu besetzen, Nemat arbeite an einer neuen "Zentrale für Europa und Technik" - diese solle vor allem die Umstrukturierung von Fest- und Mobilfunknetze forcieren, die nicht schnell genug vollzogen werde.

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