Zukunft

Beta-Test mit iPhone und iPad: IPv6 im Telekom-Handynetz

Die Deutsche Telekom hat für die kommende Woche den Start eines neuerlichen IPv6-Tests im Mobilfunknetz angekündigt. Dieses Mal läuft der Betriebsversuch mit iPhone und iPad.
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Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte die Deutsche Telekom einen Test für die ausschließliche Nutzung von IPv6 im Mobilfunknetz mit Android-Smartphones und -Tablets durchgeführt. Das Unternehmen kündigte seinerzeit bereits an, zu einem späteren Zeitpunkt einen vergleichbaren Test auch zusammen mit Kunden durchzuführen, die ein iPhone oder iPad nutzen.

Jetzt steht dieser Test mit mobilen Geräten, die auf dem iOS-Betriebssystem von Apple basieren, vor dem Start. Per Twitter hatte die Telekom Interessenten dazu aufgerufen, sich für die Teilnahme am auf rund vier Wochen ausgelegten Betriebsversuch zu bewerben. Mittlerweile sind keine neuen Anmeldungen mehr möglich. Kein Wunder, denn der Test soll zunächst mit nur 30 Teilnehmern durchgeführt werden.

Der Test soll hauptsächlich innerhalb Deutschlands durchgeführt werden. Die Telekom merkt aber an, dass auch gelegentliche Daten-Sessions im International Roaming von Interesse sein könnten. Nicht relevant ist naturgemäß die Internet-Nutzung über WLAN-Hotspots anstelle des Mobilfunknetzes. Dabei kann der Test nur mit Geräten durchgeführt werden, auf denen mindestens iOS 12 installiert ist.

IPv4-Adressen werden knapp

Neuer IPv6-Test im Telekom-MobilfunknetzNeuer IPv6-Test im Telekom-Mobilfunknetz Wie der Netzbetreiber zum anstehenden Test weiter ausführt, wurden bekanntermaßen schon vor fast acht Jahren die letzten IPv4-Adressen vergeben. Der wachsende Bedarf an neuen IP-Adressen lässt sich demnach nur noch durch den Einsatz des neuen IPv6-Standards decken. Der Zugang im Mobilfunknetz soll daher künftig vorzugsweise über das neue Protokoll anstelle von IPv4 erfolgen.

Im Test sollen die Kunden den mobilen Internet-Zugang normal nutzen und an den Netzbetreiber Probleme - etwa bei der Verwendung einzelner Apps - melden. Durch diese Erfahrungswerte will die Telekom sicherstellen, dass der spätere Umstieg auf das neue Protokoll möglichst reibungslos erfolgt. Wann dieser Wechsel für die Allgemeinheit erfolgt, ist derzeit noch nicht bekannt.

Bei Festnetz-Anschlüssen, die auf IPv6 umgestellt wurden, gab es in der Vergangenheit beispielsweise Probleme bei der Nutzung von VPN-Diensten oder beim DynDNS-Einsatz. Letzteres ist eigentlich mit dem neuen Protokoll nicht mehr erforderlich, da sich ohnehin jedes Netzwerkgerät mit eigener Adresse ansprechen lässt.

Weitere Details zu IPv6 haben wir in einem Ratgeber zusammengefasst.

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