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Telekom bestätigt Störung bei iMessage-Aktivierung am iPhone

Wir berichten darüber, welche Telekom-Kunden derzeit Probleme mit der iMessage-Aktivierung am iPhone haben und wo der Fehler liegt. Eine Lösung soll bereits in Arbeit sein.
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Seit einigen Wochen beklagen iPhone-Besitzer, die im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom telefonieren, verstärkt Probleme bei der Aktivierung des Apple-eigenen Messengers iMessage und bei der zum iOS-Betriebssystem gehörenden Videotelefonie-Anwendung FaceTime. Ein Thread im Telekom-hilft-Forum zu diesem Thema hat inzwischen einen Umfang von mehr als 80 Seiten. Eine Lösung gibt es bis heute nicht, obwohl die Telekom zwischenzeitlich mehrfach versichert hat, der Fehler sei gefunden worden.

Wir sind dem Problem mit der Aktivierung von iMessage und FaceTime für Telekom-Kunden einmal nachgegangen. Demnach sind offenbar vor allem Nutzer betroffen, die ihre Mobilfunknummer von einem anderen Anbieter zur Deutschen Telekom portiert haben. Diesen Sachverhalt konnten wir auch im Rahmen eines Tests reproduzieren, den wir zum einen mit einer Original-Telekom-Rufnummer und zum anderen mit einer Handynummer durchgeführt haben, die von simquadrat zur Telekom portiert wurde.

Die Original-Telekom-Nummer konnten wir in einem iPhone 7 Plus problemlos für iMessage und FaceTime registrieren. Die andere Handynummer funktionierte zu Zeiten, als sie noch bei simquadrat genutzt wurde, ebenfalls für den Messenger- und Videochat-Dienst von Apple. Seit der Portierung der Rufnummer zur Telekom schlägt die Registrierung der Rufnummer jedoch fehl.

Jeder Aktivierungsversuch kostet Geld

iMessage-Probleme im Telekom-NetziMessage-Probleme im Telekom-Netz Besonders brisant ist der Fehler, weil für die iMessage- und FaceTime-Registrierung eine SMS zu einem Apple-Server in Irland geschickt wird. Eine solche Kurzmitteilung ins Ausland ist nicht von der SMS-Flatrate abgedeckt, die in den meisten aktuellen Smartphone-Tarifen der Telekom enthalten ist. Der Apple-Server antwortet normalerweise auf die Kurznachricht, so dass die Freischaltung für Messenger und Video-Chat zustande kommt.

Diese Antwort wird allerdings offenbar bei Rufnummern der von der Störung betroffenen Kunden nicht ordnungsgemäß ins Telekom-Netz übermittelt. Das bestätigte auch die Pressestelle der Deutschen Telekom auf Anfrage von teltarif.de: "Der Fehler liegt bei Apple (bzw. deren Dienstleister). Die Registrierungs-SMS verlässt unser Netz ordnungsgemäß und erreicht auch die gewünschte Ziel-Rufnummer. Die für eine iMessage Registrierung erforderliche 'Antwort-SMS' von Apple erreicht in den Fehlerfällen unser Netz überhaupt nicht. Dadurch sendet das iPhone wiederholt diese Registrierungs-SMS und es entstehen dem Kunden Kosten."

Telekom will Kosten für Auslands-SMS erstatten

Immerhin zeigt sich die Telekom-Kundenbetreuung kulant und sagt zu, die dadurch entstehenden Kosten wieder gutzuschreiben. Damit ist den Kunden, die die Apple-Dienste nutzen möchten, allerdings nicht gedient. Der Telekom-Pressestelle zufolge arbeitet Apple allerdings an einer Lösung. Dabei gibt es keine Hinweise dazu, wann die Kunden iMessage und FaceTime wieder wie gewohnt nutzen können. Ein vergleichbares Problem gab es vor geraumer Zeit auch für Kunden von simquadrat. Die Apple-Server "kannten" das virtuelle Mobilfunknetz von simquadrat bzw. sipgate offenbar nicht, so dass sich iMessage und FaceTime nicht aktivieren ließen. Später war die Nutzung mit Original-sipgate-Rufnummern wieder möglich, nicht aber mit portierten Handynummern. Mittlerweile ist das Problem für simquadrat-Kunden aber behoben, während der gleiche Fehler nun für Telekom-Nutzer auftritt. Dabei sind neben portierten Rufnummern laut Telekom-Pressestelle auch Kunden von Serviceprovidern betroffen.

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