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Breitband-Kooperation: In diesen Orten kauft Telekom VDSL ein

Erst einmal nur VDSL und auch nicht in allen Ausbaugebieten, das sieht der Wholebuy-Vertrag zwischen Telekom und innogy vor. Wir sagen Ihnen, wo die Kunden die Anschlüsse buchen können und was es sonst noch zu der Zusammenarbeit zu sagen gibt.
Aus Berlin berichtet
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Eigentlich lief die Zusammenarbeit schon länger, doch hat man sie nie offiziell gemacht: Die Deutsche Telekom kauft VDSL-Leitungen vom Mitbewerber innogy ein. Schon seit vergangenem Jahr konnten Bürger in 60 verschiedenen Ortsnetzen die Leitungen über die Telekom buchen, wenn sie die abweichenden Konditionen von Magenta Zuhause Start akzeptierten. Damit bekam sie - je nach Ortsnetz - dann VDSL-Leitungen mit 50 oder 100 MBit/s im Downstream von innogy zu Telekom-Konditionen. Alternativ hätten sie direkt bei innogy einen Anschluss buchen können. Ab jetzt bewirbt die Telekom die Anschlüsse auch offiziell. Den Startschuss der Kooperation gab Telekom-Chef Niek Jan van Damme gestern auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Insgesamt 60 verschiedene Ortsnetze mit 55 000 Haushalten umfasst die Wholebuy-Vereinbarung zwischen Telekom und innogy. innogy hat eine deutlich größere Reichweite, doch diese überschneidet sich zum Teil mit den Telekom-eigenen Leitungen. Hier sieht der Bonner Ex-Monopolist also keine Gründe, Leitungen bei der Konkurrenz einzukaufen.

Wholebuy-Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren

Telekom-Chef Niek Jan van Damme (links) und innogy-Vorstand Hildegard Müller haben in Berlin ihre Kooperation vorgestellt.Telekom-Chef Niek Jan van Damme (links) und innogy-Vorstand Hildegard Müller haben in Berlin ihre Kooperation vorgestellt. Nach Angaben von mit der Sache vertrauten Personen bei der Telekom werden im ersten Schritt ausschließlich VDSL- und VDSL-Vectoring-Leiungen von innogy angemeldet. Der Vertrag ist auf zehn Jahre ausgelegt und sieht ein Wholebuy-Modell vor, wie auch die Telekom es ihren Wettbewerbern anbietet: Bezahlt wird pro gemieteter Leitung. Wie hoch die Miete ausfällt, darüber bewahren beide Unternehmen stillschweigen. Der Betrag müsse den Marktbedingungen entsprechen heißt es nur nebulös und auch nur hinter vorgehaltener Hand. Echte Glasfaserleitungen, so war am Rande der Pressekonferenz zu hören, werden wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt eingekauft.

In diesen Orten bzw. Ortsteilen kauft die Telekom VDSL von innogy ein: Alfter, Kall, Ibbenbüren-Dörenthe, Hörstel, Birresborn, Kopp, Betteldorf, Dreis-Brück, Dahlem, Nettersheim, Brodenbach, Lonning, Stemwede, Konz, Daun, Stadtkyll, Sprendlingen, Guldental, Waldlaubersheim, Wassenach, Mayen, Ettringen, Kehrig, Einig, Bausendorf, Kinderbeuern, Morbach, Kleinich, Bingen am Rhein, Wald-Algesheim, Seibersbach, Dörresbach, Grolsheim, Gensingen, Aspisheim, Langscheid, Hontheim, Üxheim, Hamminkeln, Schneppenbach, Dahlem, Ormont, Hupperath, Plein, Immerath, Breitscheid, Hochstetten-Dhaun, Meckenbach, Immerath, Strohn, Simmertal, Auen, Merxheim, Brauweiler, Daubach, Bad Sobernheim, Winterburg, Schermbeck, Hünxe, Rees, Diefenbach, Willwerscheid, Karl, Musweiler, Großlittgen, Klausen, Schmidthachenbach, Heimweiler, Mörschbach, Königsau, Kellenbach, Schwarzerden, Hünxe, Wesel, Westerkappeln, Mannebach, Bonerath, Holzerath, Gutweiler, Schillingen, Heddert, Ruschberg, Baumholder, Idar-Oberstein, Dickesbach, Bärenbach, Oberreidenbach, Sienhachenbach, Lemförde, Mettingen, Hörstel, Gerolstein, Daun, Schalkenmehren, Hillesheim, Kerpen, Berglangenbach, Leitzweiler und Heimbach.

Mehr Details zu den Konditionen

Über die buchbaren Magenta-Zuhause-Start-Tarife hatten wir bereits gestern berichtet. In einer weiteren Meldung hatten wir auf die gravierendsten Unterschiede hingewiesen, die es zu normalen Telekom-Tarifen gibt: Es gibt kein Entertain, kein MagentaEINS und kein Call by Call.

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