Netzoptimierung

So bleibt das Netz am Leben: Telekom über die Arbeit des INMC

Das Internationale Netzwerk-Management Center (INMC) optimiert den Netzverkehr der Telekom. Der Netzbetreiber gibt Einblick in die Arbeitsweise der Einrichtung.
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Netz-Experte Josip Puljic bei seinem Nachteinsatz im INMCNetz-Experte Josip Puljic bei seinem Nachteinsatz im INMC Die Deutsche Telekom hat einen neuen Blogbeitrag veröffentlicht, der Einblick in die Arbeitsweise des INMC (Internationales Netzwerk-Management Center) in Frankfurt gibt. Rund um die Uhr sorgen die Mitarbeiter des Netzbetreibers im alten Fernsehturm dafür, dass die Teilnehmer auf der ganzen Welt möglichst optimal kommunizieren können. Dabei gilt es unter anderem auf Umwelteinflüsse wie Hurrikans und Erdbeben zu reagieren und entsprechende Umleitungen zu schalten. Eine 74 qm große Monitorwand sorgt für den nötigen Überblick – auch in der Nacht, denn "Das Netz schläft nie".

INMC verwaltet die Kommunikation der Telekom

Der Bonner Netzbetreiber hat als weltweit agierendes Unternehmen viele Teilnehmer rund um den Globus zu versorgen. Bedingt durch die Zeitverschiebung der einzelnen Länder gibt es im alten Fernsehturm Frankfurts keine Ruhepause. Das Gebäude, das von den Einwohnern auch "Ginnheimer Spargel" genannt wird, ist für die Überwachung des internationalen Telefon- und Datenverkehrs der Telekom zuständig. Eine aufmerksame Sichtung der 74 qm großen Monitorleinwand ist vor allem aufgrund unerwarteter Ereignisse essentiell. So sehen sich die Techniker unter anderem durch unvorsichtige Baggerfahrer konfrontiert, die so manchen Leitungen den Garaus machen. Zudem ist es besonders wichtig, in Krisengebieten für eine bestmögliche Kommunikation zu sorgen. Hier verweist die Telekom beispielsweise auf das Erdbeben in Mexiko oder die Hurrikans in der Karibik und im Süden der USA.

Fehleranalyse durch IP-Umstellung schwieriger

Jörg Heil, ein Teamleiter des INMC, lobt den Fortschritt der Einrichtung: "Unsere technischen Anlagen sind physikalisch inzwischen viel platzsparender als früher". So gäbe es Hardware, die in der Vergangenheit ein ganzes Gebäudestockwerk beanspruchte und heute in einem 19-Zoll-Rack verbaut sei. Die Platzersparnis brachte die Umstellung auf IP-Technik mit sich, ebenso wie mehr Performance und Flexibilität. Doch die moderne Hardware verlangt nach viel Aufmerksamkeit. Statt statischer Leitungen kommt nun die Paketvermittlung zum Einsatz, welche die Datenpakete schnell und effizient ans Ziel bringen soll. "Das IP-Netz macht es uns schwerer, Fehler zu finden“, gibt Heil zu verstehen.

Die internationale Zusammenarbeit des INMC

Ante Margeta (rechts) und Alexander Ghimboasa (links) bei der Tagschicht im INMCAnte Margeta (rechts) und Alexander Ghimboasa (links) bei der Tagschicht im INMC Die Telekom hebt in ihrem Bericht nicht nur die Reaktion auf Katastrophen und die technischen Aspekte, sondern auch den Faktor Mensch hervor. Andere Länder, andere Sitten, die interkulturelle Kommunikation erfordert Feingefühl. "Man muss in diesem Job schnell lernen, sich mit seinen unterschiedlichen Ansprechpartnern zu verständigen", erläutert INMC-Teamleiter Ante Margeta. So würden die Amerikaner oftmals in kleinen Teams arbeiten, die untereinander gut Bescheid wissen. In Indien wiederum gäbe es meist große Teams, wodurch die INMC-Mitarbeiter häufig bei mehreren Ansprechpartnern ihr Anliegen wiederholen müssen. Im asiatischen Raum ist ebenfalls ein Hintergrundwissen der Mentalität gefragt, wie Margeta erklärt, "denn die chinesischen und japanischen Kollegen tun sich sehr schwer zuzugeben, dass sie etwas nicht verstanden haben." Um mit all den globalen Ansprechpartnern interagieren zu können, bestreiten jeweils drei Mitarbeiter eine Nachtschicht. Denn wie die Telekom ihren Blogbeitrag treffend einleitet: "Das Netz schläft nie".

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