Breitband

Deutsche Telekom: So soll 5G das Festnetz beschleunigen

Ab Anfang 2023 will die Deut­sche Telekom Fest­netz­anschlüsse mit 5G-Erwei­terung vermarkten. Schon im vierten Quartal 2022 läuft ein erwei­terter Betriebs­ver­such.

Vor einem Jahr haben wir über einen Betriebs­ver­such für Telekom-Fest­netz­anschlüsse berichtet, bei denen DSL und 5G mitein­ander kombi­niert werden. Solche Hybrid-Anschlüsse sind im Netz der Deut­schen Telekom nicht neu. Bislang kam aller­dings der LTE-Stan­dard als Ergän­zung zum VDSL-Anschluss zum Einsatz. Festnetz-Internet mit 5G beschleunigen Festnetz-Internet mit 5G beschleunigen
Quelle: Telekom
Einem iFun-Bericht zufolge will der in Bonn ansäs­sige Tele­kom­muni­kati­ons­kon­zern die Hybrid-5G-Anschlüsse ab Januar kommenden Jahres offi­ziell vermarkten. Die LTE-Hybrid-Option ist für einen Aufpreis von 4,95 Euro zu den MagentaZuhause-Tarifen zu bekommen, während die früher übliche, eigen­stän­digen Hybrid-Tarife nicht mehr ange­boten werden.

Ausrei­chender Empfang ist Voraus­set­zung

Wie bei der LTE-Erwei­terung für den Fest­netz­anschluss ist auch bei der 5G-Option eine ausrei­chende Funk­ver­sor­gung am geplanten Einsatzort Voraus­set­zung. Reicht das Mobil­funk­signal nicht aus oder besteht die Gefahr, dass die jewei­lige Funk­zelle über­lastet wird, so lässt sich die Option nicht buchen.

Dem Bericht zufolge will die Telekom noch im Oktober den bishe­rigen Pilot­betrieb mit 5G Hybrid auf 1000 Teil­nehmer ausweiten. So können der Netz­betreiber und seine Kunden weitere Erfah­rungen mit der Technik machen. Sollten noch tech­nische Probleme auftreten, könnten diese bis zum offi­ziellen Vermark­tungs­start Anfang 2023 noch behoben werden.

Für den neuen Betriebs­ver­such, der in den Regel­betrieb münden soll, ist auch eine neue Gene­ration von Endge­räten und Soft­ware geplant. Als Router kommt der Speed­port Smart 4 zum Einsatz. Dieser wird mit einem 5G-Modem verbunden, das für die Dauer des Test­betriebs kostenlos ist und danach monat­lich 7,95 Euro kostet.

Außen­antenne unbe­dingt erfor­der­lich

Das 5G-Modem benö­tigt eine Außen­antenne, zumal vor allem die 5G-Signale auf höheren Frequenzen durch Wände stark gedämpft werden. Insbe­son­dere auf diesen Frequenzen - etwa im Bereich um 3600 MHz - stehen aber die höchsten Daten­über­tra­gungs­raten zur Verfü­gung. Die Telekom liefert eine Fens­ter­durch­füh­rung für das Antennen-Anschluss­kabel mit.

5G soll an den Hybrid­anschlüssen auto­matisch den Fest­netz­anschluss beschleu­nigen, wenn der Kunde Anwen­dungen nutzt, für die die klas­sische VDSL-Technik keine ausrei­chenden Band­breiten zur Verfü­gung stellt. Ein Ersatz für den Glas­faser-Ausbau ist die Hybrid-Lösung indes nicht, zumal sich die Kunden die Band­breite im Mobil­funk­netz stets mit anderen Nutzern im Bereich der glei­chen Funk­zelle teilen müssen.

Telekom zeigt 5G-Hybrid­lösung im Video

Die Telekom hat jetzt über einen erwei­terten Glas­faser-Netz­ausbau berichtet.

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