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Deutsche Telekom und HTC gewinnen CeBIT-Awards

Telekom für LTE, HTC für Unternehmensstrategie ausgezeichnet
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Zum 18. Mal wurden heute Abend in Hannover die CeBIT-Awards der Redaktion Chip verliehen. Passend zum Motto der Messe "Connected Worlds" begrüßte die Moderatorin der Veranstaltung, Radka Kaspar, die Teilnehmer in nicht weniger als sieben Sprachen. Zusammen mit dem Thomas Pyczak, Chefredakteur von Chip, verlieh sie insgesamt fünf Awards, diesmal aber aufgeteilt in neuen Kategorien gegenüber den Vorjahren. Und auch in diesem Jahr gab es wieder einen speziellen Preis, die berühmt-berüchtigte "Bremse".

Deutsche Telekom als "Innovator des Jahres" ausgezeichnet

Preisträger der Chip-CeBIT-AwardsDie Preisträger der CeBIT-Awards
und Ex-TV-Star Larry Hagman
Zur Innovation des Jahres 2010 wurden zwei Preisträger gewählt, weil sich "die Redaktion nicht auf einen einzigen Preisträger einigen konnte", so Thomas Pyczak. Zum einen wurde das Mirasol-Display aus dem Hause Qualcomm gewählt. Mit dieser äußerst stromsparenden Display-Technologie können sowohl elektronische Bücher als auch Web-Inhalte, Bilder und Videos dargestellt werden. Erste Geräte mit Mirasol-Displays sollen in Europa im zweiten Halbjahr in eBook-Readern zum Einsatz kommen. Zum zweiten wurde die Deutsche Telekom für das Engagement im Bereich LTE, dem neuen Breitbandstandard im mobilen Internet ausgezeichnet. Mit dem Trail von LTE in Innsbruck/Österreich habe die Telekom laut Chip einen wesentlichen Beitrag zu weiteren Entwicklung von LTE geleistet.

HTC ist "Unternehmen des Jahres"

Zum Unternehmen des Jahres wurde von Chip der Handy-Hersteller HTC ausgezeichnet. Chip will damit den "sensationellen" Aufstieg von HTC von der kleinen, grauen Maus zum Weltmarkt-Player würdigen, der seinen momentanen Höhepunkt mit der Zusammenarbeit des Herstellers mit Google beim Nexus One gefunden habe.

Weitere Preisträger waren das Smart Grid von Cisco Systems in der Kategorie "Green Award" und der VT20 3D Fernseher von Panasonic in der Kategorie "Produkt des Jahres".

Bremse des Jahres für HD+

Wie jedes Jahr ließ es sich die Redaktion der Chip nicht nehmen, die "Bremse des Jahres" zu verleihen - mittlerweile zum neunten Male. Radka Kaspar: "And the loser is" - dieses Jahr geht diese Preis an die HD+ GmbH für die zweifelhafte Einführungsstrategie des hochauflösenden Fernsehens. Zusatzgebühren, eingeschränkte Senderauswahl, eingeschränkte Funktionen für den Fernsehkonsum reichten locker aus, die "Spaßbremse" (Pyczak) zu verleihen. Bezeichnenderweise fiel die Bremse dann auch noch auf den Boden des Podiums, der Preisträger war wie immer nicht in Hannover.

Doch nicht nur ein privatwirtschaftliches Unternehmen, sondern auch der deutsche Staat und ausländische Regierungen bekamen in der Anmoderation des letzten Preisträgers "ihr Fett weg". Zur "Persönlichkeit des Jahres" wurde die aktuelle Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geehrt. Die Redaktion der Chip möchte damit nicht alleine das Engagement gegen die jüngst gekippte Vorratsdatenspeicherung und gegen Zensur und Sperren im Internet würdigen, sondern auch Ansporn für die Zukunft geben, dem Internet in der Koalitionspolitik mehr Raum zu geben und die Rechte der Individuen zu wahren.

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