Interview

Telekom: 300-MBit/s-Anschlüsse ab 2018 geplant

Der neue Telekom-Technik-Chef Walter Goldenits gibt einen Einblick in die Pläne der Telekom zum Ausbau des Festnetzes. Bis 2019 wird noch weiter VDSL ausgebaut, danach werde auf andere Technologien gesetzt.
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Walter Goldenits, Telekom-CTOWalter Goldenits, Telekom-CTO Der neue Technik-Chef der Telekom Walter Goldenits ist seit 100 Tagen im Amt. In einem auf YouTube veröffent­lichten Interview gab der Manager jetzt einen Einblick in seine Arbeit und zu dem, was sich in den kommenden Jahren im Festnetz und Mobilfunknetz der Telekom tun wird. Zu beachten gilt dabei jedoch: Die Fragen wurden nicht von einem Journalisten, sondern einem Sprecher der Telekom gestellt, weswegen kritische Themen ausgespart worden sein dürften.

VDSL-Ausbau läuft bis 2019

Goldenits übernimmt demnach die Telekom-Strategie, vor allem auf Glasfaser bis zum Kabelverzweiger (FTTC) zu setzen, statt im großen Stil das Glasfaserkabel bis zum Kunden zu bringen (FTTB/FTTH). "FTTH ist Teil unserer Ausbaustrategie", sagte Goldenitz im Gespräch mit dem Telekom-Sprecher. Doch zum Einsatz kommt es faktisch nur in Neubaugebieten und in geförderten Ausbauregionen, wo VDSL nicht sinnvoll ist. "Wir gehen nicht her und sagen 'Wir machen Topspeed für wenige', sondern wir machen schnelles Internet für Millionen", so der Technik-Chef. Die Telekom wird immer wieder dafür kritisiert, nicht mehr direkte Glasfaser­anschlüsse zu realisieren. Diese setzen jedoch Tiefbauarbeiten bis zu jedem einzelnen Haus voraus, während bei VDSL nur bis zum Kabelverzweiger gegraben werden muss.

"Wir sind bundesweit unterwegs und bauen unsere Netze aus", betont Goldenits. Man betreibe kein Cherry-Picking, die Ausbauzahlen der Telekom seien beeindruckend. "Niemand investiert mehr in Glasfaser als die Deutsche Telekom." Derzeit würden drei Millionen Haushalte in das Glasfaser-Netz integriert.

Super Vectoring ab kommendem Jahr geplant

Insgesamt werde sich der VDSL-Ausbau aber noch hinziehen. "Unser FTTC-Rollout wird bis 2019 dauern, dann werden wir auf neue Technologien umschwenken", so der Manager. Dabei geht es vor allem auch um den Ausbau der Nahbereiche der Vermittlungsstellen. Hier laufen derzeit die ersten Planungen, ein Ausbau ist ab Ende des Jahres zu erwarten. Andauern werde dieser aber bis 2019. "Super Vectoring steht auf unserer Roadmap und kommt 2018", versprach Goldenits. Mit Super Vectoring werden Datenraten von bis zu 300 MBit/s im Downstream möglich.

Das komplette Interview als Video

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