Netzausbau

Telekom will Glasfaser-Netzausbau beschleunigen

Aktuell liegt der Glas­faser-Netz­ausbau der Telekom witte­rungs­bedingt brach. Doch für das Gesamt­jahr 2021 hat der Konzern große Pläne formu­liert.

Telekom erläutert FTTH-Ausbaupläne Telekom erläutert FTTH-Ausbaupläne
Foto: Telekom
Die Deut­sche Telekom will gemeinsam mit Part­nern und Mitbe­wer­bern errei­chen, dass bis zum Jahr 2030 jeder deut­sche Haus­halt einen Glas­faser-Anschluss bekommen kann. Im vergan­genen Jahr hatte das Unter­nehmen die Anzahl der Haus­halte, die sich FTTH ins Haus holen können, gegen­über 2019 auf 600.000 verdop­pelt. In diesem Jahr will die Telekom selbst oder in Zusam­men­arbeit mit Städten und Gemeinden gleich zwei Millionen weitere Haus­halte mit FTTH versorgen.

Bisher habe die Telekom die Glas­faser vor allem bis zu Vertei­ler­kästen gelegt und von dort aus das bereits vorhan­dene Kupfer­kabel genutzt, um die Kunden mit Fest­netz-Tele­fonie und einem Breit­band-Inter­net­zugang zu versorgen. Das soll sich nun grund­legend ändern, wie der Netz­betreiber in einem Video auf dem haus­eigenen YouTube-Kanal erläu­tert. Sofern die Telekom darf, will sie die Glas­faser verstärkt direkt in die Häuser legen.

Winter behin­dert Netz­ausbau

Telekom erläutert FTTH-Ausbaupläne Telekom erläutert FTTH-Ausbaupläne
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Derzeit stockt der Ausbau aller­dings aufgrund der Witte­rungs­bedin­gungen. Daran werde sich voraus­sicht­lich erst ab März etwas ändern. Wie es im Video weiter heißt, setzt die Telekom für den Ausbau auf "starke Partner", die den Tiefbau erle­digen. Dort, wo es tech­nisch möglich sei, wolle der Konzern auch auf alter­native Kabel-Verle­gungs­methoden wie Tren­ching zurück­greifen - nicht nur um Kosten zu sparen, sondern auch um die Belas­tung für Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Markus Beck­mann, tech­nischer Leiter der Nieder­las­sung Süd der Deut­schen Telekom, erläu­terte auch, wie beim Ausbau vorge­gangen wird. So erfasse der Netz­betreiber die Ausbau­gebiete, indem sie mit Autos abge­fahren und gefilmt werden. Um die Planung so effi­zient und kosten­günstig wie möglich zu gestalten, soll künst­liche Intel­ligenz bei der Verar­bei­tung der Daten helfen.

Gerücht: Telekom plant intern mit noch mehr FTTH-Neuan­schlüssen

Einem Golem-Bericht zufolge sehen interne Pläne der Telekom vor, sogar drei Millionen anstelle der offi­ziell kommu­nizierten zwei Millionen FTTH-Neuan­schlüsse pro Jahr zu reali­sieren. Dabei hat der Konzern auch noch Nach­hol­bedarf, denn rund 33,6 Millionen poten­ziellen VDSL-Vecto­ring-Anschlüssen stehen bislang nur 2,2 Millionen Haus­halte gegen­über, die einen Glas­faser-Anschluss von der Telekom bekommen könnten.

Über Glas­faser bietet die Telekom Band­breiten von bis zu 1 GBit/s im Down­stream an - abhängig vom gebuchten Tarif des Kunden. In einer weiteren Meldung haben wir bereits darüber berichtet, auf welche Hürden die Telekom bei ihren Netz­ausbau-Plänen teil­weise stößt.

Telekom-Video zu FTTH-Ausbau­plänen

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