Ausfall

Telekom: Sturmtief "Friederike" sorgt für Netzstörungen

Das Sturmtief "Friederike" macht auch dem Netz der Deutschen Telekom zu schaffen. Mehr als 680 Schaltverteiler und über 214 Mobilfunkstationen seien ausgefallen.
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Das Sturmtief "Friederike" zieht derzeit über Deutschland hinweg. Die Deutsche Bahn AG hat bundesweit den Fernverkehr eingestellt und auch im Netz der Deutschen Telekom kommt es zu massiven Störungen, wie der Bonner Telekommunikationsdienstleister einräumt. So beeinträchtige die Wetterlage auch die technischen Einrichtungen im Fest- und Mobilfunknetz.

Nach Telekom-Angaben sind mehr als 680 Schaltverteiler und 214 Mobilfunkstationen ausgefallen. Damit seien auch die Kunden, die von den jeweiligen Einrichtungen versorgt werden, vom Netz abgeschnitten. In den meisten Fällen seien Stromausfälle die Ursache für die Probleme im Fest- und Mobilfunknetz der Deutschen Telekom.

Die Energieversorger haben aufgrund des Sturmtiefs nicht selten mit umgestürzten Bäumen zu tun, die auf Stromleitungen gefallen sind und so für eine Unterbrechung sorgen. Nicht immer ist es möglich, kurzfristig Ersatzschaltungen zu realisieren. Besonders vom Ausfall betroffen sind nach Angaben der Deutschen Telekom Kunden in Nordrhein-Westfalen, im südlichen Niedersachsen sowie in Nord- und Mittelhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Südbrandenburg.

Diese Probleme können auf Telefongesellschaften zukommen

Telekom beklagt SturmschädenTelekom beklagt Sturmschäden Auch unabhängig von Stromausfällen können extreme Wetterlagen zu Problemen im Netzbetrieb einer Telefongesellschaft führen, wie die Telekom erläutert. Wenn Wasser in die Kabel eindringt, komme es zu Störungen auf der Leitung oder zu einem kompletten Ausfall von Telefon und Internet. Zudem können Bäume nicht nur auf Stromleitungen fallen, sondern auch oberirdisch verlaufende Telekom-Verbindungen kappen. In diesem Fällen müssten die Kunden unter Umständen auch über einen längeren Zeitraum auf Internet und Telefon verzichten.

Dabei zeigt sich die Telekom auf kritische Wetterlagen gut vorbereitet. Wenn es die Situation erfordere, trete ein sogenanntes Coordination Board innerhalb von 15 Minuten via Telefonkonferenz zusammen. Dabei werde die Situation in den Unwettergebieten analysiert, um Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Mitarbeiter aus nicht betroffenen Regionen werden zur Unterstützung in die Brennpunkte geschickt, um Störungen so schnell wie möglich zu beheben.

Sofern das Mobilfunknetz noch funktioniert, will die Telekom von Netzausfällen betroffene Kunden per SMS über die eingeleiteten Maßnahmen informieren und auch über die weiteren Schritte auf dem Laufenden halten. Wie lange eine Entstörung dauere, hänge allerdings nicht immer vom Netzbetreiber selbst ab. Wegen Lebensgefahr dürften beispielsweise nach Sturmschäden mitunter ganze Waldstücke nicht betreten werden, bis die Waldbesitzer das Gelände gesichtet und abgesichert haben.

In einem Ratgeber berichten wir darüber, wie ein Mobilfunknetz funktioniert. In einer weiteren Meldung gibt es neue Details zu Friedrike.

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