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Nach Preiserhöhung der Telekom: Diese Alternativen gibt es

Mindestens 20,95 Euro müssen Telekom-Kunden künftig für einen reinen Telefonanschluss ohne Flatrate und ohne Internet zahlen. Wir zeigen Ihnen, welche Alternativen es gibt.
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Die Deutsche Telekom wird wie berichtet für alle Kunden, die ausschließlich einen Analog- oder ISDN-Anschluss mit einem Tarif von 2008 oder später haben, zum 1. Mai die Preise erhöhen. Einen Euro pro Anschluss und Monat sollen die Tarife dann mehr kosten, womit der günstigste Anschluss der Telekom dann für 20,95 Euro im Monat zu haben ist. Das ist viel Geld für einen reinen Telefonanschluss, zumal mit der Grundgebühr noch nicht eine Gesprächsminute bezahlt ist. Wir wollen Ihnen daher einige mögliche Alternativen aufzeigen, die für die betreffenden Kunden mit einem analogen Anschluss interessant sein können. Bei ISDN-Anschlüssen sind Alternativen schwieriger zu finden. Details zu den neuen Preisen finden Sie in einer Tabelle.

Die betreffenden Telefonanschlüsse sind zumeist entweder von älteren Kunden gebucht, die keinen Internetanschluss benötigen oder wollen oder aber von Kunden, die kein DSL bekommen können und somit auch nicht die im Verhältnis günstigeren Doppel-Flatrate-Anschlüsse nutzen können. Internetzugänge spielen daher auch bei der Wahl nach Alternativen für uns keine Rolle, da sie nicht dem Nutzungsprofil der bisherigen Anschlüsse entsprechen. Wichtig hingegen war bei der Suche nach Alternativen, dass die Kunden ihre Festnetznummer behalten können.

Am naheliegendsten ist es, statt eines Telefonanschlusses der Telekom künftig über das Handy zu telefonieren. Hier gibt es mittlerweile zahlreiche Angebote, die sich als Alternative zum klassischen Telefonanschluss eignen, weil sie ebenfalls mit einer Festnetznummer ausgestattet sind. Oftmals sind die Konditionen sogar noch besser als bei der Telekom. Doch es gibt auch gravierende Nachteile, die Sie am Ende des Artikels lesen.

Das Handy als Alternative

Der Telekom-Festnetzanschluss wird teurer - doch es gibt AlternativenDer Telekom-Festnetzanschluss wird teurer - doch es gibt Alternativen So bietet simquadrat für 4,95 Euro im Monat eine SIM-Karte mit einer Festnetznummer an, die EU-weit genutzt werden kann. Das bedeutet, dass Anrufe auf der Festnetznummer auch dann auf dem Handy klingeln, wenn sich der Nutzer samt Handy nicht in der Wohnung sondern beim Einkaufen oder aber sogar im Urlaub befinden. Mehrkosten dafür entstehen weder beim Angerufenen noch beim Anrufer. Abgehende Gespräche ins Festnetz sind mit simquadrat jedoch etwas teurer als bei der Telekom: Statt 2,9 Cent pro Minute werden hier 9 Cent pro Minute berechnet. Aufgrund der Ersparnis der Grundkosten sind bis zu drei Stunden Telefonie möglich, bis die Ersparnis aufgebraucht wurde. Update: Inzwischen bietet simquadrat auch wieder eine Flatrate an, so dass für 9,95 Euro extra monatlich abgehend pauschal telefoniert werden kann - europaweit.

Doch simquadrat ist nicht der einzige Anbieter, der eine Festnetznummer per Handynetz anbietet. Bei Tarifhaus (Bunte Mobil u.a.) lässt sich ein Handytarif mit Festnetznummer buchen, der für 16,99 Euro in den ersten sechs Monaten und 14,99 Euro ab dem siebten Monat eine Pauschale in alle deutschen Netze bietet, so lange sich das Handy in der EU aufhält. Auch die Annahme von Anrufen ist EU-weit kostenlos. Zusätzlich sind sogar noch zahlreiche Datenleistungen enthalten, um die es in diesem Ratgeber jedoch nicht gehen soll. Auf Wunsch gibt es auch eine zweite SIM-Karte mit der gleichen Telefonnummer kostenlos dazu, die parallel betrieben werden kann. Sie lässt sich dann beispielsweise in ein Tischtelefon mit SIM-Kartenfunktion stecken. Mehr dazu im Laufe dieses Textes.

Auch die drei Mobilfunknetzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica bieten ihren Kunden Tarife mit einer Festnetznummer an. Da sich die Anbieter jedoch inzwischen ausschließlich auf reine Smartphone-Tarife konzentrieren, ist diese Variante zu teuer - die Grundkosten liegen weit oberhalb dessen, was die Telekom künftig für ihren günstigsten Festnetzanschluss berechnen will.

Welche Alternativen das Festnetz bietet, wie das bestehende Festnetztelefon per Handy telefonieren kann und was man vor einem Wechsel in jedem Fall bedenken sollte, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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