All-IP

Telekom erhöht Surfgeschwindigkeit in weiteren Regionen

Die Deutsche Telekom hat ihr Festnetz in den vergangenen vier Wochen in 386 Orten auf die All-IP-Technik umgestellt. Für viele Kunden wird dadurch der Internet-Zugang schneller.
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Die Deutsche Telekom hat eine Zwischenbilanz zum Umbau ihres Netzes in den vergangenen vier Wochen gezogen. Demnach wurden exakt 429 124 Haushalten in 386 Städten und Gemeinden auf die All-IP-Technik umgestellt. Bis zum Jahresende will der in Bonn ansässige Telekommunikationsdienstleister diese Umstellung bundesweit abgeschlossen haben. Die klassischen Analog- und ISDN-Anschlüsse gehören damit der Vergangenheit an.

Die Telekom unterstreicht die Vorteile, die die Umstellung für die Kunden mit sich bringt. Dabei erwähnt der Netzbetreiber vor allem die Performance des Internet-Zugangs im Festnetz. Dank VDSL Vectoring könnten Kunden in den Regionen, in denen die Umstellung erfolgt ist, mit bis zu 100 MBit/s im Downstream und 40 MBit/s im Upstream surfen bzw. Downloads und Uploads durchführen.

"Wir kommen unserem Ziel wieder ein Stück näher, möglichst rasch an 80 Prozent unserer Anschlüsse Geschwindigkeiten von 50 MBit/s und mehr anzubieten", sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland. "Wir bauen schnelles Internet für Millionen."

Tarifwechsel erforderlich

Schneller surfen dank VDSL VectoringSchneller surfen dank VDSL Vectoring Allerdings wird der Internet-Zugang für Bestandskunden nicht automatisch schneller, wie die Telekom mitteilte. Wer die höheren Bandbreiten nutzen möchte, müsse einen entsprechenden Tarif buchen. Interessenten können sich auf einer eigens zu diesem Zweck eingerichteten Unterseite der Telekom-Homepage darüber informieren, ob höhere Datenübertragungsraten auch am eigenen Anschluss möglich sind.

Der schnellere Internet-Zugang ist indes nur ein Aspekt bei der Umstellung der Festnetz-Infrastruktur der Deutschen Telekom auf die All-IP-Technik. So können die Kunden auch in deutlich besserer Übertragungsqualität Telefongespräche führen. Der aus dem Mobilfunk bekannte HD-Voice-Standard steht auch bei den IP-basierten Festnetzanschlüssen zur Verfügung.

Auch HD Voice kommt zu den Kunden allerdings nicht automatisch. Zwar muss der Dienst - anders als höhere Internet-Bandbreiten - nicht extra gebucht werden. Allerdings ist ein für den Codec geeignetes Telefon Voraussetzung. Auch der Gesprächspartner muss über ein passendes Endgerät verfügen und schließlich muss HD Voice zwischen den Telefongesellschaften, die die beiden Gesprächspartner nutzen, bereits freigeschaltet sein.

In den Mobilfunknetzen sorgt der EVS-Standard unterdessen für eine nochmalige Steigerung der Sprachqualität.

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