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Entertain TV: Weitere Details zu Replay und Restart

Restart und 7-Tage-Replay stehen beim neuen Telekom Entertain nicht in allen Fällen zur Verfügung. Wir zeigen, welche Unterschiede es gibt und warum die Features nicht immer funktionieren.
Von Thorsten Neuhetzki
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Wie berichtet, hat die Telekom heute ihr neues EntertainTV-Angebot vorgestellt und dabei vor allem zwei neue Features mit den Namen 7 Tage Replay und Restart in den Fokus gestellt. Die beiden Funktionen sollen zeitlich unabhängigeres Fernsehen ermöglichen. Doch vollumfänglich möglich sind beide Features nicht bei allen Sendern. Wir haben alle Details zu dem neuen Angebot zusammengestellt.

7 Tage Replay ist eine Funktion, die es dem Nutzer ermöglichen soll, alle Sendungen der vergangenen Tage noch einmal zu sehen - etwa wenn sich beim Gespräch durch ein Gespräch mit Freunden oder Arbeitskollegen ein Film offenbar als Insidertipp herausgestellt hat. Bei der Replay-Funktion handelt es sich jedoch nicht etwa um eine Aufnahme in der Cloud durch die Telekom, in der der Kunde dann zurückspult, sondern lediglich um eine Verknüpfung des elektronischen Programmguides (EPG) mit den Mediatheken der Fernsehsender. Das hat einige Nachteile für den Nutzer.

Die 7-Tage-Replay-Funktion steht nur zur Verfügung, wenn der betreffende Sender seine Sendung in die Mediathek gestellt hat. Das ist aus rechtlichen Gründen nicht bei allen Sendungen der Fall. Auch sind die Sendungen oft erst mit Verzögerung in der Mediathek zu finden. Die Tagesschau also direkt um 20:20 Uhr noch einmal gucken, geht trotz 7-Tage-Replay-Funktion nicht. Weitere Voraussetzung: Die entsprechende Mediathek muss auf der Entertain-Plattform abgebildet sein. Das ist beispielsweise bei den Sendern der RTL-Gruppe nicht der Fall. Entsprechend steht die Replay-Funktion auch nicht für die Sender der RTL-Gruppe zur Verfügung.

Restart nicht für alle Sendungen

Ein kleiner Kreis vor der Uhrzeit im EPG: Restart ist möglichEin kleiner Kreis vor der Uhrzeit im EPG: Restart ist möglich Die Restart-Funktion wird vom Telekom-System abgebildet, nicht über die Mediatheken. Mit ihr kann die aktuell noch laufende Sendung von Beginn an gesehen werden. "Niemand will einen Krimi sehen, wenn die Leiche schon abtransportiert wurde", beschrieb Telekom-Manager Michael Hagspiehl den Sinn der Funktion. Mit ihr kann der Kunde auch dann, wenn er zu spät nach Hause gekommen ist, die Sendung einfach neu starten. Allerdings: Der Sender muss die entsprechenden Rechte für den Inhalt haben. Das ist nicht bei allen Inhalten der Fall und es ist für den Kunden kaum vorher zu erahnen, ob das der Fall ist oder nicht.

Der Kunde kann jedoch auf der Entertain-Plattform erkennen, ob die jeweilige Sendung Restart unterstützt. Dazu gibt es auf der neuen Entertain-Plattform ein kleines Symbol, das einen in sich gedrehten Pfeil zeigt. Erscheint dieser Pfeil, kann die Sendung aus dem laufenden Programm heraus neu gestartet werden. Dann ist auch ein Vorspulen oder ein Pausieren möglich.

Fazit: Für einen ersten Schritt ganz OK

Dass die Restart-Funktion im ersten Schritt nicht für alle Sendungen zur Verfügung steht, ist schade - aufgrund der komplexen rechtlichen Situation aber kaum anders machbar. Hier wären vor allem die Sender gefragt, sich um die entsprechenden Rechte zu kümmern. Dass die 7-Tage-Replay-Funktion letztlich allerdings nichts anderes ist, als ein Link in die jeweilige Mediathek, ist etwas enttäuschend. Gleichzeitig sind auch hier vermutlich wieder die rechtlichen Probleme der Grund für dieses Vorgehen: Zeichnet die Telekom einfach das komplette Programm auf und lässt den Kunden darin vor und zurück springen, wäre dieses nicht mehr mit der dem Kunden zustehenden Privatkopie abgedeckt. Immerhin muss der Kunde sich aber bei dieser Funktion nicht durch die unterschiedlichen Mediatheken hangeln, sondern kann den EPG der Telekom nutzen.

Das neue Entertain ist ab kommender Woche buchbar. Bestandskunden müssen ihren Tarif anpassen, wenn sie es nutzen wollen.

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