Pläne

Telekom will exklusive Serien und Filme für Entertain einkaufen

Exklusive Serien und Filme für Kunden von Telekom Entertain? Entsprechende Pläne hat Telekom-Chef Niek Jan van Damme heute bekanntgegeben.
Von der Anga Com in Köln berichtet
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Hannes Ametsreiter (rechts) und Niek Jan van Damme im Gespräch mit Moderator Claus Strunz.Hannes Ametsreiter (rechts) und Niek Jan van Damme im Gespräch mit Moderator Claus Strunz. "Wir glauben stark an Content aber es ist nicht einfach", sagte Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme heute auf der Eröffnungsveranstaltung von Medienwoche und Anga Com in Köln im Rahmen der sogenannten Elefantenrunde, bei der sich die wichtigsten CEOs der Branche auf dem Podium treffen. Die Telekom habe bereits Erfahrung im Bereich Sport, wo man mit Liga total! seinerzeit nicht-exklusive Inhalte verbreitet hat und jetzt mit Basketball und Eishockey aber auch exklusive Inhalte verbreitet. "Das lohnt sich", so das Resumée von van Damme.

Kunden würden sich wegen solcher exklusiven Inhalte für Entertain entscheiden. "Natürlich wäre es schön, einen Schritt weiter zu gehen und einen Erfolg wie 'House of Cards' zu produzieren. Das ist aber sehr teuer und mit hohen Risiken verbunden." Die Telekom konzentriere sich dennoch darauf, den Kunden künftig mehr exklusiven Content anzubieten und führe hier auch schon zahlreiche Gespräche. Dabei gehe es explizit um Serien und Filme. "Das wird auch relativ schnell kommen, wir haben für die nächsten Jahre schon einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag reserviert."

Vodafone-Chef Ametsreiter glaubt nicht an exklusive Inhalte

Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter sieht hingegen keine Veranlassung dazu, eigenen und exklusiven Content für die Kunden einzukaufen. "Ich glaube, dass es gut ist, wenn Content frei ist. Dann kann er möglichst viele Menschen erreichen", so Ametsreiter. Dafür biete Vodafone eine Plattform an, die über Kabel und Mobilfunk die Kunden erreiche. 60 Prozent des Datentraffics seien heute schon Videos, das sei ein Signal, dass Content ankommt. Originären Content bräuchte man nicht, es beschäftige sich im Hause Vodafone auch niemand damit, so Ametsreiter. "Aus strategischer Sicht ist ein solcher Weg nicht wertschaffend." Vodafone konzentriere sich darauf, den Kunden gute und schnelle Netze bereitzustellen.

Gleichzeitig sagte Ametsreiter aber auch, Vodafone gebe einen dreistelligen Millionenbetrag für Content pro Jahr aus. Dafür könne man den Kunden dann viele Sender aber auch On-Demand-Inhalte und den Partner Netflix anbieten. "Wir bieten alles an - über alle Kanäle". Er wollte sich vom bohrenden Moderator Claus Strunz aber nicht vorwerfen lassen, Themen in seiner Amtszeit zu verschlafen und verwies darauf, das Vodafone sich in der Forschung engagiere - etwa beim Thema künstliche Intelligenz und Internet of Things.

Alles Wichtige von der Anga Com in Köln haben wir auf unserer Messe-Seite kompakt zusammengestellt.

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