Untersuchungsergebnis

Bundeskartellamt stellt Untersuchung gegen Telekom ein

Keine wettbewerbswidrigen Absprachen zwischen Provider und Betreiber
Von dapd / Thorsten Neuhetzki
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Das Bundeskartellamt hat Untersuchungen gegen die Telekom und den Mobilfunkprovider debitel wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen eingestellt. Das teilten die Telekom und die Zeitschrift Wirtschaftswoche mit, auf deren Anzeige hin die Wettbewerbsbehörde tätig geworden war.

Bundeskartellamt sieht keine Absprachen zwischen Telekom und debitelBundeskartellamt sieht keine Absprachen zwischen Telekom und debitel Die Wirtschaftswoche hatte der Telekom vorgeworfen, sie habe im November 2006 versucht, ein Vertriebskartell mit debitel zu bilden, um so die eigenen Verkäufe anzukurbeln. debitel betreibt kein eigenes Mobilfunknetz, sondern verkauft Verträge der Netzbetreiber Telekom, Vodafone, o2 und E-Plus.

Der Anfangsverdacht habe sich nicht erhärtet, schrieb die Zeitschrift, die im Oktober Unterlagen an das Kartellamt weitergeleitet hatte. Nach der "Wirtschaftswoche" vorliegenden Dokumenten habe es ein wettbewerbswidriges Angebot von T-Mobile gegeben. Die Absprache sei offenbar daran gescheitert, dass debitel das Angebot zurückgewiesen habe, erklärte die Zeitschrift.

Die Telekom hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Ein Sprecher betonte: "Wir hatten von Anfang an gesagt, dass die Vorwürfe haltlos sind. Durch die Entscheidung des Bundeskartellamts sehen wir uns darin bestätigt." Die Telekom könne "nicht nachvollziehen, warum die 'Wirtschaftswoche' weiterhin an ihren Vorwürfen festhält".

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