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Telekom: Zahlreiche neue Cloud-Dienste zur CeBIT geplant

Firmen-Smartphones können zentral verwaltet werden
Aus München berichtet Thorsten Neuhetzki
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Der Messeauftritt der Deutschen Telekom auf der CeBIT in Hannover im März wird den Fokus auf die Geschäftskunden legen. Doch die Privatkunden wird man nicht vollkommen vernachlässigen. Dirk Backofen, Leiter Marketing der Geschäftskundensparte der Telekom, stellte zudem heute auf der CeBIT Preview in München einige Neuerungen vor, die auch Privatkunden sowie Selbständige und kleinere Firmen betreffen.

Telekom: Firmen-Smartphones können zentral verwaltet werdenDirk Backofen, Leiter Marketing der Geschäftskundensparte der Telekom im Gespräch Die Telekom setzt bei ihrem Messeauftritt auf das allumfassende Thema Cloud. Entsprechend präsentierte auch Backofen die Neuerungen modern wirkend auf einem Blackberry Playbook und machte damit deutlich, dass die Zeit der PowerPoint-Präsentationen vom Notebook aus vorbei ist. Damit ist er einem Großteil der anderen Firmen auf der Preview voraus. Gleichzeitig symbolisierte er aber mit der moderner wirkenden Präsentationsart etwas, was aus seiner Sicht die Telekom gegenüber den Mitbewerbern ausmacht: Das Unternehmen ist Mitbewerbern beim Thema Cloud voraus.

Zu dieser Aussage kommt Backofen, weil das Unternehmen schon seit vielen Jahren im Bereich Cloud-Computing tätig ist - wenngleich es lange Zeit nur in speziellen Bereichen und nur für große Unternehmen zugängig war. Nun ist man aber durch die lange Erfahrung in der Lage, Dienste für Kunden binnen weniger Stunden oder gar Minuten aufzusetzen.

De-Mail nun bestellbar

Zur CeBIT will die Telekom unter anderem Neuerungen zum Thema De-Mail präsentieren. Geschäftskunden können an dem Pilotprojekt der sicheren und rechtsgültigen E-Mail nun teilnehmen, ließ Backofen wissen. Somit können interessierte Unternehmen bereits in ihrer IT Maßnahmen ergreifen, um später Gehaltsabrechnungen, Mahnungen, Verträge und Rechnungen über De-Mail zu verschicken. Zu den Preisen will die Telekom erst zur CeBIT etwas sagen - allerdings verspricht man schon heute Einsparungen von 50 Prozent. Diese sollen durch den Wegfall der Druck- und Portokosten realisiert werden. Für die Privatkunden kann dieser Schritt bedeuten, dass sie sehr schnell nach dem Start des De-Mail-Dienstes auch die ersten rechtsgültigen Schreiben über den Dienst bekommen.

TelePresence künftig vom iPad aus nutzbar

Mit dem Dienst TelePresence richtet die Telekom sich eigentlich an große Firmen, die Konferenzen über Raumsysteme realisieren wollen. Doch durch Neuerungen könnte der Dienst auch für kleinere Unternehmen interessant werden. Bereits seit einigen Monaten gibt es einen Aufsteller mit dem Namen MX200. Hier ist ein Monitor mit einer Kamera auf einem Standfuß montiert. Über ihn kann binnen einiger Minuten eine Konferenzumgebung geschaffen werden. In Planung ist allerdings auch eine Oberfläche für das iPad 2. So kann sich der Nutzer von dem Apple-Tablet aus in eine TelePresence-Konferenz einloggen.

"Bei allen unseren Cloud-Services steht die Sicherheit im Mittelpunkt", betont Dirk Backofen. Sämtliche Daten werden in hochsicheren, zertifizierten Rechenzentren gespeichert und vor unbefugtem Zugriff geschützt. Auch der Austausch kritischer Daten ist über die hochperformanten Telekom-Netze verschlüsselt. "Durch unsere Ende-zu-Ende Lösungen bieten wir unseren Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit, Zugriffsschutz und Transparenz", so Dirk Backofen. Die verschiedenen Rechenzentren der Telekom, so auch das der Strato, sollen mittelfristig zu einem Verbund zusammengeführt werden.

Zentrale Verwaltung von Firmen-Smartphones

Im Bereich Mobile Device Management will die Telekom künftig ein neues Produkt anbieten, dass den Admins einer Firma ermöglicht, die Handys der Mitarbeiter zentral zu verwalten. Dabei kann der Admin aus einer Software-Oberfläche heraus das System und die Apps von Handys mit den Betriebssystemen iOS, Android, Windows Phone und Symbian verwalten. Auch auf Blackberrys lässt sich zugreifen.

Der Admin sieht, ob und wann ein Mitarbeiter die von ihm veranlassten Updates durchgeführt hat und kann dem Nutzer auch den Zugriff auf das Firmennetz verweigern, verschließt der sich diesen Updates. Die neue von der Telekom gehostete Plattform kann zwischen 10 und 100 000 Geräte verwalten.

Neue Features für DeutschlandLAN

Für Kunden von DeutschlandLAN, was gleichermaßen Mittelständler wie große Firmen sein können, soll es zur CeBIT ebenfalls neue Features geben. So ist ein neuer PC-Client in Arbeit, es gibt neue Features für die Telefonie-Funktion und einen Instant-Messaging-Client für zahlreiche Smartphones. Bisher war DeutschlandLAN nur mit speziellen SDSL-Anschlüssen nutzbar, ab dem kommenden Quartal soll auch VDSL unterstützt werden. "Damit erweitern wir die Reichweite deutlich", so Backofen.

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