Kooperation

Telekom-Einkaufsverbund: Verhandlungen mit Telia Sonera

Die Telekom will ihren Einkaufsverbund auf europäischer Ebene offenbar vergrößern. Laut Manager-Magazin stehen zwei große skandinavische Anbieter in Verhandlungen mit der Telekom.
Von Thorsten Neuhetzki
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Wer groß ist, kann den Preis bestimmen. Und wer größer ist, kann es noch besser. Entsprechend strebt die Deutsche Telekom offenbar danach, ihren Einkaufsverbund zu erweitern. Wie das Manager Magazin in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte der Einkaufsverbund schon bald um zwei große skandinavische Anbieter erweitert werden. Bislang haben sich neben der Telekom schon Orange und BT in der Gruppe zusammengetan.

Das Manager Magazin spekuliert nun, dass sich auch Telia Sonera und Telenor dem Verbund anschließen könnten. Aktuell würden die Netzbetreiber Gespräche über den Beitritt zu "Buy in" führen.

Telia Sonera gehört zu den zwölf größten Anbietern der Welt

Telia Sonera ist einer der größten Netzbetreiber weltweitTelia Sonera ist einer der größten Netzbetreiber weltweit Bei beiden Anbietern handelt es sich keineswegs um kleine nur auf dem lokalen Markt bedeutende Anbieter, sondern um internationale Player. Telia Sonera (Heimatmarkt Schweden und Finnland) ist wie auch die Telekom einer der zwölf größten Netzbetreiber der Welt (Tier 1) und ist zudem in Kasachstan, Aserbaidschan, Usbekistan, Tadschikistan, Georgien, Litauen, Estland Moldawien, Russland, Türkei und Afghanistan direkt oder über Beteiligungen tätig. Telenor ist unter anderem in Ungarn, der Ukraine, Russland, Serbien, Malaysia, Thailand und Bulgarien aktiv. Auch ist Telenor der Betreiber von Maritime Communications Partner, einem Anbieter von Mobilfunkdiensten auf Kreuzfahrtschiffen und Fähren.

Für die Telekom biete sich durch einen Einkaufsverbund mit diesen Anbietern laut Manager Magazin auch die Chance, über die Kooperationspartner Zugang zu angrenzenden Märkten zu bekommen, ohne dafür selbst investieren zu müssen. Ein Telekom-Sprecher wollte den Bericht der Zeitschrift zufolge nicht kommentieren, verwies aber darauf, dass das Interesse in der Industrie groß sei, der Allianz beizutreten.

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