Netzausbau

Telekom: Weitere 350 000 Kunden mit 100 MBit/s versorgt

Bis 2025 will die Deutsche Bundesregierung das Land zur Gigabit-Gesellschaft aufbauen, aber vorher nimmt die Deutsche Telekom lieber noch ein paar Vectoring-Anschlüsse in Betrieb und das bei mehr als 350 000 neuen Kunden.
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Ein großes Thema des vergangenen Wahlkampfes vor der Bundestagswahl 2017 war die Gigabit-Gesellschaft, die von manchen Parteien versprochen wurde. Ein zentraler Punkt darin ist der kompromisslose Ausbau mit echten Glasfaser­anschlüssen bis ins Haus oder an die Wohnungstür, dem sich die Telekom nicht zwingend verpflichtet fühlt.

Stattdessen geht der Konzern Stück für Stück voran und baut sein Breitband­netz mittels Vectoring weiter aus. Nun verkündet der Konzern, dass über 358 000 weitere Kunden ab sofort im Netz der Deutschen Telekom mit bis zu 100 MBit/s surfen können. Realisiert werden die neuen Anschlüsse über Vectoring, sprich eine technische Aufwertung der bereits bestehenden Kupferleitungen.

Insgesamt 207 Städte und 122 Gemeinden hat der Konzern mit der nicht unumstrittenen Technologie erschlossen. Konkret genannt werden dabei Geislingen mit 9000 Haushalten, Henstedt-Ulzburg mit 8000 Haushalten und Kamen mit ebenfalls über 8300 erschlossenen Haushalten. Zu den weiteren neu erschlossenen Gebieten gehören unter anderem auch Bad Liebenwerda, Berchtesgaden, Bitterfeld-Wolfen, Chemnitz, Dresden, Eisenhüttenstadt, Hamburg, Helgoland, Hohenstein-Ernstthal, Münster oder auch Oldenburg, um bekanntere Städte und Gemeinden zu nennen.

Telekom mit Eigenlob

Breitbandausbau in DeutschlandNächster Meilenstein: 350 000 weitere Haushalte mit Vectoring im Netz der Telekom Einmal mehr sieht die Telekom den Vectoring-Ausbau als eine Möglichkeit an, das eigene Breitband­netz nicht nur in Großstädten auszubauen, sondern auch in ländlicheren Regionen. "Wir bauen nicht nur Daten­autobahnen zwischen den großen Metropolen und Ballungs­räumen, sondern unser Netz geht in die Fläche. Nur wir sind beim Breitband­ausbau flächen­deckend unterwegs“, sagt Tim Höttges, Vorstands­vorsitzender der Deutschen Telekom.

Außerdem heißt es weiter in der Presse­mitteilung, dass kein anderes Unternehmen in Deutschland sich auch im ländlichen Raum für den Ausbau von Breitband­internet so stark engagieren würde wie die Deutsche Telekom. Die Konkurrenz wird das aber erwartungs­gemäß anders sehen.

Jedenfalls heißt es weiter: "Unsere Ausbau­projekte reichen von zehntausenden Haushalten bis zu einer Handvoll. Für uns zählt jeder Anschluss. In Chemnitz, Erfurt und Ulm, aber auch in Bergen an der Dumme, Hutthurm und Puderbach." Bereits am 15. Februar soll die Freischaltung der nächsten Haushalte erfolgen, die mit bis zu 100 MBit/s im Netz der Deutschen Telekom surfen können.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, warum die großen Breitband-Verbände in Deutschland so vehement gegen den Ausbau mittels Vectoring sind.

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