Vectoring

Telekom: 100 MBit/s für weitere Städte vor dem Start

Breitbandanschlüsse sind für die deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung, aber auch Privatkunden wollen und brauchen immer schnellere Internetzugänge. Dem kommt die Telekom in ihrer 100-MBit-Offensive nach und bereitet sich auf die nächste Stufe vor.
AAA
Teilen (64)

Breitbandausbau in DeutschlandDie Freischaltung von 100-MBit-Anschlüssen geht bei der Telekom im Dezember munter weiter Auch wenn die Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition politisch gescheitert sind und die Fortsetzung der Großen Koalition aus CDU und SPD zum Greifen nah ist, sind sich nahezu alle großen Parteien einig: Deutschland braucht Glasfaser zur weiteren Digitalisierung.

Mittlerweile beteiligt sich sogar die Deutsche Telekom aktiver als bisher am Ausbau echter Glasfaser­anschlüsse mit FTTB und FTTH, aber vorher wird das Netz der Telekom mit klassischem Vectoring verbessert. Neu ist die Meldung nicht, denn die Pläne für den massiven Ausbau von 100-MBit-Anschlüssen wurden bereits Anfang November bekannt gegeben.

Nun hat teltarif jedoch erfahren, ab wann und in welchen Städten mit der weiteren umfang­reicheren Freischaltung der Anschlüsse zu rechnen ist.

Schnellere Netze für Großstädte

Nachdem erst Anfang dieser Woche wieder zahlreiche Gebiete frei­geschaltet wurden, folgt die nächste Welle am 4. Dezember. Im Fokus stehen dabei die Großstädte Berlin, München und Stuttgart, sowie weitere Städte mit proportional weniger großen Zuwächsen. Dabei werden die Anschlüsse in Berlin von 380 000 auf 530 000 erhöht, in München von 310 000 auf 400 000 und in Stuttgart werden die vorhandenen 88 000 100-MBit-Anschlüsse auf 140 000 Anschlüsse ausgebaut.

Welche Stadtgebiete genau freigeschaltet werden, verkündet die Deutsche Telekom jeweils zeitnah auf ihrem Blog, sowie der Facebook-Seite und über den offiziellen Twitter-Kanal. Alternativ kann auch für die eigene Straße auf einer eigens eingerichteten Website nachgeschaut werden, ob Tarife mit bis zu 100 MBit/s gebucht werden können.

Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser

Schwerpunkt bei den Ausbau­maßnahmen ist dabei mittels FTTC auszubauen, sprich Glasfaser bis zu den Veteiler­kästen. Zwar werden vereinzelt auch Anschlüsse mittels FTTB und FTTH ausgebaut, was gemeinhin als "echtes Glasfaser" im Sinne der Kunden betrachtet wird, sie stellen aber den kleinsten Anteil dar.

Laut Aussage der Telekom liegt der Schwerpunkt deswegen auf FTTC, da mit dieser Maßnahme über 80 Prozent des Weges zwischen Kunden und Internet­knoten mit relativ wenig Aufwand/Kosten und vor allem flächen­deckend machbar ist. Dennoch ist das eigentliche Ziel FTTH - und FTTC wird als Zwischenschritt angesehen. Wann jedoch exakt mit dem groß­flächigen Ausbau zu FTTH zu rechnen ist, kann der Konzern schwer sagen.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, mit welchen Mitteln die Telekom ihre Glasfaser-Pläne voranbringen will.

Teilen (64)

Mehr zum Thema Netzausbau