Hintergrund

Baukran auf Telekom-Verteilerkasten: So lange dauert die Reparatur

Kunden beschweren sich bei der Telekom über einen Internet-Ausfall. Es stellt sich heraus: Durch einen Sturm ist ein Baukran auf einen Verteilerkasten gestürzt. Wie lange benötigt die Telekom für die Reparatur?
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Das vom Kran völlig zerstörte Multifunktionsgehäuse
Das vom Kran völlig zerstörte Multifunktionsgehäuse
München-Germering, 14. Dezember, 16 Uhr: Bei der Telekom wird ein Ausfall des Internet-Anschlusses gemeldet. Ein Netztechniker wird zum Multifunktionsgehäuse geschickt, also zum betroffenen grauen Kasten auf der Straße - und dort zeigt sich die Misere.

Ein Sturm, der über München fegte, hat einen Baukran umgeworfen und dieser hat den grauen Kasten völlig zerstört. Nun ist Eile bei der Schadensbehebung angesagt - wie diese abläuft, erläutert die Telekom in ihrem Blog.

Auch externe Firmen müssen mithelfen

Das Multifunktionsgehäuse ist vom umstürzenden Kran komplett in seine Einzelteile zerlegt worden, nur eine einzelne LED blinkt noch. Die Telekom-Techniker dürfen die Schadensstelle noch nicht betreten. Zunächst muss der Kran weggeschafft oder gesichert werden. Erst wenn die Stadt das Gelände freigibt, dürfen die Telekom-Techniker zum Verteilerkasten.

Am darauffolgenden Morgen wird das ganze Ausmaß des Schadens offenbar: Die blinkende LED signalisierte lediglich, dass die Tür des Multifunktionsgehäuses geöffnet wurde, ansonsten ist der Schaltverteiler defekt. Nachdem der Baukran beseitigt ist, kann die Telekom endlich an den Verteilerkasten. Doch rund um das Multifunktionsgehäuse liegt ein abgebautes Baugerüst und versperrt den Weg für die notwendigen Bauarbeiten. Zunächst muss also die Baufirma gefunden werden, der das Gerüst gehört, damit dieses schnellstmöglich abtransportiert werden kann.

Das neue Multifunktionsgehäuse wird installiert
Das neue Multifunktionsgehäuse wird installiert
Nach der genauen Schadensaufnahme koordinieren die Telekom-Techniker nun die anstehenden Reparaturarbeiten, für die auch eine Zusammenarbeit mit externen Unternehmen erforderlich ist: Eine Tiefbaufirma muss die Leitungen freilegen und einen neuen Sockel setzen. Das örtliche Energieversorgungsunternehmen repariert die zerstörte Stromversorgung. Dann wird das neu angelieferte Multifunktionshäuse aufgestellt.

Noch während die anderen Unternehmen ihre Arbeit verrichteten, hat die Telekom die neue Technik für den Verteilerkasten vorkonfiguriert und baut diese am Nachmittag ein. Gegen 17:30 Uhr - also nach über 25 Stunden - funktionieren die ersten Kundenanschlüsse wieder, allerdings noch mit reduzierter Geschwindigkeit. Denn es fehlt noch eine VDSL-Vectoring-Karte. Diese wird am 16. Dezember morgens eingebaut. Um 9:30 Uhr können alle angeschlossenen Kunden wieder mit der üblichen Geschwindigkeit surfen.

In einer separaten Übersicht zeigen wir, wie kaputte Telefon-Leitungen bei einem Netzausfall aussehen.

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