Glasfaser

Telekom-Regulierungschef Kopf: "100 MBit/s reicht für die Masse aus"

Die Telekom wird für den angekündigten Ausbau der Gewerbegebiete auch Fördermittel beantragen. Das sagte der Telekom-Regulierungschef Wolfgang Kopf. Er sieht 100 MBit/s für die Masse Stand heute als ausreichend an.
Von der CeBIT in Hannover berichtet
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Telekom-Regulierungschef Wolfgang KopfTelekom-Regulierungschef Wolfgang Kopf Die Deutsche Telekom wird sich wie berichtet in den kommenden Wochen um die Erschließung von Gewerbe­gebieten in Deutschland mit Glasfaser­netzen kümmern. Dabei wird sowohl VDSL Vectoring als auch echtes Glasfaser bis zum Kunden eingesetzt. Wie Wolfgang Kopf, Leiter Politik und Regulierung, jetzt auf der CeBIT sagte, werden dabei aber auch Fördermittel eingesetzt. Gleichzeitig betonte er, dass die angekündigten 100 Gebiete nur der Anfang sei.

"Dort, wo noch nicht genügend Glasfaser­leitungen liegen, werden wir nachbauen", so Kopf. "Aber dort, wo es sich nicht rechnet, werden wir auch Fördermittel beantragen." Der Bund hatte ein Sonderförder­programm für Gewerbegebiete aufgelegt. Im Rahmen dieser geförderten Ausbauten muss die Telekom dann jedoch in jedem Fall die Glasfaser bis zum Kunden verlegen - allerdings wird auch der Kunde seitens des Förder­programms mit einer Baube­teiligung von 2000 Euro in die Pflicht genommen.

"Für die Masse der Nutzer reichen 100 MBit/s heute aus"

"Wir gehen zunächst einmal davon aus, was heute benötigt wird", sagte Kopf auf die Frage, wie er zu der Diskussion um Gigabit-Netze steht. "Für die Masse der Nutzer reichen heute 100-MBit/s-Anschlüsse aus." Die Frage sei auch, wie man die Gigabit-Netze baut. Er betonte, dass ein Ausbau mit FTTB oder FTTH deutlich länger dauert als ein VDSL-Ausbau und die Flächendeckung beim Ausbau nicht ohne weiteres möglich sei. "Mit FTTC erreichen wir derzeit 80 Prozent mit schnellem Breitband - das ist auch das was heute gebraucht wird." Der nächste Schritt sei aber dann wirklich Glasfaser.

Gleichzeitig verwies Kopf auf den anstehenden 5G-Ausbau, für den auch Glasfaser­netze benötigt werden. "Für jeden möglichen zukünftigen Mobilfunkmast hat die Telekom schon Glasfaser in der Fläche liegen", so Kopf. Das heiße, die Frage, ob über all Glasfaser bis zum Kunden benötigt werde, sei noch nicht entschieden. In ländlichen Gebieten könnten Gigabit-Raten durchaus auch über 5G-Netze zum Kunden übertragen werden. Am Ende werde das die Wirtschaft­lichkeit zeigen.

Was die Telekom auf ihrem Messestand zeigt, haben wir für Sie kurz und kompakt zusammen­gestellt.

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