Roaming

Telekom All inclusive: Ohne Limit im Ausland telefonieren

In den EU- und EWR-Staaten haben Telekom-Kunden mit der All-inclusive-Option wieder eine Telefon- und SMS-Flat zur Verfügung. Das bisherige Limit auf je 1000 Minuten und Kurzmitteilungen entfällt.

Telekom verbessert Roaming-Option Telekom verbessert Roaming-Option
Foto: teltarif.de
Mit der Roaming-Option All inclusive können Mobilfunkkunden der Deutschen Telekom ihren deutschen Mobilfunkvertrag im EU-Ausland, in den EWR-Staaten sowie in der Schweiz zu nahezu gleichen Konditionen wie innerhalb Deutschlands nutzen. War das Angebot zunächst nur optional erhältlich, so wurde All inclusive bei den seit April 2016 abgeschlossenen Verträgen automatisch voreingestellt. Dafür führte die Telekom seinerzeit für Neukunden eine Begrenzung auf jeweils 1000 Gesprächsminuten und SMS pro Monat im Ausland ein.

Was nach einem ausreichend dimensionierten Kontingent aussieht, mag für den einen oder anderen Nutzer einer Allnet-Flat gar nicht so umfangreich sein. 1000 Minuten sind nicht einmal ganz 17 Stunden. Sprich: Ein Urlauber, der drei Wochen unterwegs ist, überschreitet die Inklusivleistungen bereits, wenn er jeden Tag nur eine Stunde telefoniert. Noch gravierender könnte das Limit für Geschäftsreisende sein, die ihr Handy auch für Telefonkonferenzen nutzen oder natürlich, um mit der Familie zuhause Kontakt zu halten.

Wie aus der aktuellen "Preisliste Mobilfunknutzung im Ausland (Privatkunden)" hervorgeht, die die Deutsche Telekom als PDF-Download [Link entfernt] auf ihrer Webseite bereithält, wurden diese Konditionen mit Einführung des neuen regulierten EU-Tarifs zum 15. Juni auf den Geltungsbereich der All-inclusive-Option beschränkt, der nicht von der EU-Verordnung betroffen ist.

Minuten- und SMS-Limit nur noch in der Schweiz

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Wörtlich heißt es hier: "In der Roaming-Ländergruppe 1 sind das Telefonieren, Versenden von SMS sowie die Datennutzung im Ausland ausschließlich für eine vorübergehende Nutzung zulässig. In den EU-Ländern inklusive Liechtenstein, Island und Norwegen ist das Telefonieren, Versenden von SMS sowie die Datennutzung ohne Roaminggebühren möglich. In Nicht-EU-Ländern (aktuell: Schweiz) darf die Nutzung im Ausland eine angemessene Nutzung (1000 Minuten und 1000 SMS pro Monat sowie übertragenes Datenvolumen pro Monat in Höhe des jeweiligen Inlandsdatenvolumens bevor die Bandbreite beschränkt wird) nicht überschreiten."

Die Flatrate für Telefonate und den SMS-Versand kann im EU-Ausland sowie in Liechtenstein, Island und Norwegen demnach wieder im vollen Umfang verwendet werden. Lediglich in der Schweiz bleibt es bei der Begrenzung auf je 1000 Gesprächsminuten und SMS pro Monat. Danach fallen allerdings keine Extrakosten an. So schreibt die Telekom in der Preisliste weiter: "Verstößt der Kunde gegen diese Nutzungsregeln und stellt die vertragswidrige Nutzung trotz Abmahnung nicht ein, ist die Telekom berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen."

Kein Limit gibt es indes für die Nutzung des mobilen Internet-Zugangs. Das innerdeutsche Datenvolumen kann mit der All-inclusive-Option in vollem Umfang EU-weit, in den EWR-Ländern und in der Schweiz genutzt werden. Ist die Inklusivleistung für den Internet-Zugang verbraucht, so wird die Performance gedrosselt. Kunden haben aber die Möglichkeit, wie in Deutschland durch die Buchung einer SpeedOn-Option weiter mit voller Geschwindigkeit zu surfen.

In einer weiteren Meldung berichten wir über eine neue Telekom-Roamingoption, die in 100 Ländern weltweit genutzt werden kann.

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