Netzausbau

Telekom: 50 Städte mit 5G in Gigabit-Geschwindigkeit

Die Telekom will bis zum Jahres­ende 90 Prozent der Bevöl­kerung mit dem 5G-Netz versorgen. Auch 5G mit Gigabit-Geschwin­dig­keit ist immer weiter verbreitet.

Telekom informiert über 5G-Ausbau Telekom informiert über 5G-Ausbau
Foto: Telekom
Die Deut­sche Telekom hat ihr 5G-Mobil­funk­netz im Frequenz­bereich um 3600 MHz mitt­ler­weile in rund 50 Städten ausge­baut. Mehr als 1800 Antennen sorgen in diesen Städten dafür, dass Kunden einen mobilen Internet-Zugang zur Verfü­gung haben, der zum Teil Band­breiten von mehr als 1 GBit/s erreicht.

Anders als zu Beginn des 5G-Ausbaus vor zwei Jahren konzen­triert sich die Telekom jetzt nicht mehr auf den Ausbau im 3600-MHz-Bereich in einigen wenigen Groß­städten. Viel­mehr sind die in den vergan­genen Monaten neu hinzu­gekom­menen High­speed-Stand­orte weit über das Bundes­gebiet verteilt. Neu dabei sind unter anderem Flens­burg, Gelsen­kir­chen und Frei­burg.

Auch in Herne und Hamm, im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Bottrop, Offen­bach am Main, Bremer­haven, Olden­burg, Biele­feld, Salz­gitter, Koblenz und dem Rhein-Erft-Kreis sind erste Basis­sta­tionen für das 5G-Netz mit beson­ders hohen Daten­über­tra­gungs­raten in Betrieb. Insge­samt versorgt die Telekom mitt­ler­weile rund 66 Millionen Menschen mit 5G. Das sind etwa 80 Prozent der Bevöl­kerung.

Mehr als 50.000 Antennen für 5G

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Ein Groß­teil des 5G-Ausbaus erfolgt aller­dings nicht auf 3600 MHz, sondern im früher für den UMTS-Stan­dard reser­vierten Frequenz­bereich um 2100 MHz. Hier setzt die Telekom die DSS-Tech­nologie ein, um LTE und 5G parallel im glei­chen Frequenz­spek­trum anbieten zu können. Hier ist physi­kalisch bedingt schneller eine große Flächen­ver­sor­gung möglich. Dafür sind die Internet-Geschwin­dig­keiten nur unwe­sent­lich schneller als über LTE.

Einen Trumpf kann 5G aber auch auf nied­rigeren Frequenzen ausspielen, wo weniger Spek­trum zur Verfü­gung steht: Sobald der neue Netz­stan­dard unab­hängig von LTE funkt, sind sehr geringe Latenz­zeiten von zum Teil weniger als 10 ms möglich. Tests für diesen 5G-Stan­dalone-Betrieb hat die Telekom bereits durch­geführt. Mit der Einfüh­rung des Regel­betriebs war der Mitbe­werber Voda­fone aber schneller.

Bis zum Jahres­ende will die Telekom den 5G-Versor­gungs­grad auf 90 Prozent der Bevöl­kerung stei­gern. 10.000 weitere Antennen will der Bonner Mobil­funk-Netz­betreiber zu diesem Zweck in Betrieb nehmen. Zum 30. Juni schaltet die Telekom zudem ihr UMTS-Netz endgültig ab. Das dadurch frei­wer­dende Spek­trum wird künftig für LTE und 5G genutzt.

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