Technologie

Telekom: Bis zum Jahresende 80 Pro­zent 5G-Abdeckung

Bis zum Jahres­ende 2021 will die Telekom 80 Prozent der Bevöl­kerung mit 5G versorgen. Für Handy-Nutzer mit gutem LTE-Empfang mache der neue Netz­stan­dard bislang nur wenig Unter­schied.

5G bei der Telekom 5G bei der Telekom
Foto: Telekom, Montage: teltarif.de
Seit fast zwei Jahren gibt es in Deutsch­land den neuen Mobil­funk­stan­dard 5G. Vor allem die Deut­sche Telekom und Voda­fone bewerben 5G seitdem recht intensiv. Der Netz­ausbau schreitet zügig voran. Doch für die Kunden macht es derzeit noch kaum einen Unter­schied, ob sie LTE oder 5G nutzen. Das räumte Hagen Rick­mann, als Geschäfts­führer für die Geschäfts­kunden-Sparte der Telekom Deutsch­land GmbH zuständig, in der aktu­ellen Ausgabe des ntv-Podcasts So techt Deutsch­land ein.

Gene­rell keinen Unter­schied mache der Netz­stan­dard bei der Tele­fonie aus, die ohnehin im LTE-Netz (oder aber über GSM bzw. UMTS) abge­wickelt wird. Auch bei guter LTE-Versor­gung mache es für die Kunden keinen Unter­schied, ob das Netz mit oder ohne 5G-Erwei­terung genutzt wird. Seine Vorteile könne 5G bei der mobilen Daten-Nutzung ausspielen, insbe­son­dere bei der Über­tra­gung großer Daten­mengen. Auch bei Upload könne 5G in Zukunft von Vorteil sein.

5G für Indus­trie und Groß­ver­anstal­tungen von Vorteil

5G bei der Telekom 5G bei der Telekom
Foto: Telekom, Montage: teltarif.de
Der neue Netz­stan­dard sei für Indus­trie-Anwen­dungen wichtig. Dazu kämen Orte wie Fußball-Stadien, wo bis zu 50.000 Leute parallel am glei­chen Ort auf das Internet zugreifen wollen. Die Gigabit-Geschwin­dig­keit, mit der 5G oft gleich­gesetzt wird, sei im 3500 MHz-Bereich machbar. Dort stehe viel Kapa­zität zur Verfü­gung. Die Sende­masten hätten aber eine geringe Reich­weite. Daher seien viele Basis­sta­tionen erfor­der­lich, um beispiels­weise ganze Städte abzu­decken.

Der über­wie­gende Teil des Netz­aus­baus erfolge derzeit aber im Frequenz­bereich um 2100 MHz. Hier bietet die Telekom Down­loads mit maximal 225 MBit/s an. Das kann auch der LTE-Stan­dard ohne die Erwei­terung durch 5G. Auch das ist ein Grund dafür, dass die Kunden derzeit noch keinen großen Mehr­wert durch den neuen Mobil­funk­stan­dard bemerken.

Bis zum Jahres­ende 80 Prozent Bevöl­kerungs­abde­ckung

Rick­mann betonte, dass der 5G-Ausbau der Telekom trotz Corona wie geplant voran­schreite. Zudem zeigte sich der Telekom-Vorstand vom Netz des Unter­neh­mens über­zeugt. Dort wo es verfügbar sei, sei auch die Netz­qua­lität sehr hoch. Es habe auch in Zeiten von Home­office und Home­schoo­ling keine Engpässe gegeben. Rund 68 Prozent der Bevöl­kerung seien mitt­ler­weile mit 5G versorgt. Bis zum Jahres­ende sollen es 80 Prozent sein.

Ziel sei perspek­tivisch ein flächen­deckender Ausbau und neben Städten und Gemeinden auch Auto­bahnen, Bundes­straßen und Bahn­stre­cken zu versorgen. Wann auch der letzte Feldweg abge­deckt sei, könne Rick­mann noch nicht sagen. Über Details zum Mobil­funk-Netz­ausbau der Telekom speziell im Januar und Februar haben wir in einer weiteren Meldung bereits berichtet.

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