Rückgang

Telefonwerbung: Beschwerden bei der BnetzA gehen zurück

Das Telefon klin­gelt, und der Anrufer preist ein Gewinn­spiel an. Andere wollen einen güns­tigen Strom­ver­trag verkaufen. Oder man wird zu teuren Nummern ins Ausland gelockt. Neue Zahlen zeigen, dass sich immer weniger Verbrau­cher darüber beschweren.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen dort knapp 76 000 Verbraucherbeschwerden ein In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen dort knapp 76 000 Verbraucherbeschwerden ein
Bild: picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa
Werbe­an­rufe und Tele­fon­ab­zocke haben die Bundes­bürger in diesem Jahr bisher offen­sicht­lich weniger genervt. Bei der Bundes­netz­agentur ist die Zahl der Beschwerden im Bereich Tele­kom­mu­ni­ka­tion kräftig gesunken.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen dort knapp 76.000 Verbrau­cher­be­schwerden ein, gut 39.000 weniger als im glei­chen Zeit­raum des Jahres zuvor, wie die Bundes­netz­agentur der Deut­schen Presse-Agentur mitteilte. Die Bonner Behörde ist für die Bekämp­fung des Miss­brauchs von Rufnum­mern zuständig.

Die meisten Beschwerden rich­teten sich gegen uner­laubte Tele­fon­wer­bung

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen dort knapp 76 000 Verbraucherbeschwerden ein In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen dort knapp 76 000 Verbraucherbeschwerden ein
Bild: picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa
Gut 27.000 Verbrau­cher wandten sich an die Netz­agentur, weil sie uner­be­tene Verkaufs­an­rufe beispiels­weise für Strom- und Gasver­träge, Finanz- und Versi­che­rungs­pro­dukte oder Gewinn­spiele erhalten hatten. Das waren knapp 4000 Beschwerden weniger als im ersten Halb­jahr 2019. Die Behörde kann Bußgelder wegen uner­laubter Tele­fon­wer­bung verhängen, im gesamten vergan­genen Jahr waren es rund 1,3 Millionen Euro.

Deut­lich zurück­ge­gangen sind die Beschwerden wegen soge­nannter Ping-Anrufe, mit denen teure Rück­rufe ins Ausland provo­ziert werden sollen. Statt gut 21.500 wie im ersten Halb­jahr 2019 waren es diesmal nur knapp 4300 Beschwerden. Bei Ping-Anrufen klin­gelt es nur kurz auf dem eigenen Handy, woraufhin man mitunter reflex­haft zurück­ruft, weil die Länder­vor­wahl einer deut­schen Orts­vor­wahl ähnelt. Ruft der Verbrau­cher zurück, wird er absicht­lich mit schwer verständ­li­chen Band­an­sagen in der Leitung gehalten.

Bei solchen Anrufen kann die Bundes­netz­agentur unter anderem ein Rech­nungs­le­gungs- und Inkas­sie­rungs­verbot verfügen - das heißt, dass die hohen Tele­fon­ge­bühren fürs Ausland doch nicht bezahlt werden müssen. Ist die Rech­nung schon begli­chen, ist es zu spät. Dann hat der Geprellte zivil­recht­liche Ansprüche gegen Unbe­kannte im Ausland.

Fake-Profile fluten Social-Media-Kanäle wie Insta­gram, Face­book und WhatsApp. Das ist nicht nur nervig - teil­weise lauern hinter den Fälschungen auch fiese Fallen. Mehr zu dem Thema lesen Sie in einer weiteren News.

Mehr zum Thema Kostenfalle