Sondererlös

Telefónica Deutschland verkauft ihre Sendemasten

Telefónica Deutschland bessert die Kasse durch den Verkauf von Sendemasten auf. Der Sondererlös von 587 Millionen Euro soll unter anderem für den Netzausbau verwendet werden.
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Der Telekommunikationskonzern Telefónica Deutschland verkauft etwa 2 350 seiner Sendemasten. Dafür streicht das Unternehmen einen Sondererlös von 587 Millionen Euro ein, wie es heute in seinem Blog berichtet. Es handelt sich hauptsächlich um Masten in ländlichen Gebieten. Die an den Masten montierten Basisstationen für die technische Übermittlung von Mobilfunkgesprächen und Daten sind von dem Deal laut Telefónica nicht betroffen. Sendemast von TelefónicaSendemast von Telefónica Telefónica kann die Masten durch einen entsprechenden Mietvertrag weiterhin uneingeschränkt nutzen.

Die Erlöse sollen die finanzielle Lage des Unternehmens aufbessern und unter anderem in den weiteren Netzausbau investiert werden. Ein Teil soll auch in den Aufbau neuer Geschäftsfelder wie Advanced Data Analytics und Internet of Things fließen.

Käufer ist die Infrastrukturholding Telxius, die zur spanischen Konzernmutter Telefónica gehört. Die Jahresprognose des nach Kunden größten deutschen Mobilfunkers bleibt von dem Sondererlös unberührt. Auch auf die Synergieziele der milliardenschweren E-Plus-Übernahme soll der Verkauf keine Auswirkungen haben.

Der Anteil der verkauften Sendemasten soll weniger als 10 Prozent der nach der Fusion angepeilten Gesamtzahl von Antennenstandorten ausmachen. Laut Telefónica gibt es derzeit keine weiteren Pläne für einen Verkauf der übrigen Standorte, die sich zum größten Teil auf den Dächern von Gebäuden befinden.

Wie es um die Netzintegration von o2- und E-Plus-Netz steht, haben wir uns in dem Hintergrund-Artikel Ein Jahr National Roaming bei Telefónica: Rückblick und Ausblick genauer angesehen. Über den LTE-Ausbau berichten wir ebenfalls regelmäßig, derzeit weitet Telefónica seine Testgebiete für National Roaming per LTE aus.

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