Netzaufrüstung

Telefónica schließt Netzintegration in weiteren Regionen ab

Telefónica hat seine Netzintegration im Raum Rheine, Gronau und Steinfurt abgeschlossen. Dabei wurde unter anderem das LTE-Netz umfangreich erweitert.
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Telefónica will bis zum Ende des Jahres seine Netzintegration weitgehend abgeschlossen haben. Nach und nach werden die Basisstationen in den verschiedenen Regionen Deutschlands umgebaut und aufgerüstet, nachdem bereits seit dem vergangenen Jahr eine einheitliche Netzkennung eingeführt wurde. So wachsen die früher eigenständigen Netze von E-Plus und o2 sukzessive zusammen.

Wie der nach Kundenzahlen größte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber via Twitter bekanntgegeben hat, wurde die Netzintegration nun in einer weiteren Region im äußersten Westen Deutschlands abgeschlossen. Davon sollen die Kunden im Raum Rheine, Gronau und Steinfurt profitieren. Auch im Bereich Ahaus, Hörstel, Heek und Ochtrup habe Telefónica sein Netz aufgerüstet, wie es weiter heißt.

Mehr als 120 Standorte von Basisstationen sind auf den aktuellen Stand gebracht worden. Dabei habe Telefónica mehr als 60 neue LTE-Stationen in Betrieb genommen. Dadurch soll sich für die Kunden im westlichen Münsterland eine bessere mobile Breitband-Internetversorgung ergeben. Für das 4G-Netz werden nach Telefónica-Angaben die Frequenzbereiche um 800, 1800 und 2600 MHz eingesetzt.

VoLTE und HD Voice ebenfalls verfügbar

o2-Netzaufrüstung in weiteren Regioneno2-Netzaufrüstung in weiteren Regionen Wie der Münchner Tele­kommuni­kations­dienst­leister weiter erklärte, sollen die Kunden auch von einer verbesserten Sprachqualität profitieren, die mit VoLTE und HD Voice möglich werde. Die Einführung des EVS-Sprachcodecs ist im LTE-Netz der Telefónica ebenfalls geplant. Die Mitbewerber Telekom und Vodafone bieten diese Technik bereits an. Bislang keine Informationen gibt es dazu, ob und wann Telefónica HD Voice auch im GSM-Netz anbieten wird.

Vor allem beim LTE-Ausbau liegt Telefónica derzeit noch deutlich hinter seinen Mitbewerbern zurück, wie eine Studie zeigt, die anhand der offiziellen Ab­deckungs­karten der deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber erstellt wurde. Allerdings geht aus der gleichen Studie auch hervor, dass Telefónica bei der 4G-Abdeckung in den vergangenen drei Jahren am meisten zugelegt hat.

Denkbar wäre, dass die Münchner Telefongesellschaft im Rahmen ihrer Netzintegration auch in den kommenden Monaten ihr LTE-Netz verstärkt ausbaut, um den Rückstand gegenüber Telekom und Vodafone aufzuholen. Wie berichtet bietet Telefónica derzeit lediglich rund 66 Prozent Flächenabdeckung mit 4G.

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