Markenstart

o2 in Spanien: Besserer Kunden­service als in Deutschland?

Wie bereits vermutet, vermarktet Telefónica nun auch im Heimatland Spanien Tarife unter der Marke o2. Doch die Marke o2 wird dort eine ganz andere Ausrichtung haben als in Deutschland - und auch einen besseren Service.
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o2 Spanien: Kontakt per E-Mail kein Problemo2 Spanien: Kontakt per E-Mail kein Problem Wenn man in Spanien bislang nach o2-Shops Ausschau gehalten hat, konnte man nichts finden - und das im Heimatland von Telefónica? Ja, denn in der Heimat trat der Konzern bislang überwiegend unter dem Markennamen Movistar auf. Außerdem gab und gibt es den Mobilfunk-Discounter "Tuenti", der eher jüngere Leute ansprechen soll. Auch in Brasilien wird ein anderer Markenname verwendet, und zwar "Vivo". Lediglich in den restlichen europäischen Ländern außerhalb Spaniens wurde bislang o2 als Marke verwendet.

In den vergangenen Tagen gab es bereits Gerüchte, nun ist es offiziell: o2 startet als Marke auch im Heimatland Spanien - und zwar mit einem Kundenservice, von dem deutsche o2-Kunden nur träumen können.

Reines Mobilfunk-Angebot und Kombi-Tarif mit Glasfaseranschluss

Die Vermutung, dass o2 Spanien ein Discount-Angebot werden könnte, hat sich allerdings nicht ganz bestätigt. Das Tarifangebot von o2 Spanien richtet sich zwar an preisbewusste Kunden, die allerdings auch Wert auf einen guten Online-Kundenservice legen. Außerdem geht es bei den spanischen o2-Tarifen nicht nur allein um günstige Preise, sondern auch um Kombi-Tarife mit Glasfaser- und Mobilfunkanschluss.

o2 Spanien wird am 20. Juni im Beta-Betrieb starten, der offizielle Launch erfolgt dann im September. Das reine Mobilfunkangebot von o2 in Spanien beinhaltet monatlich 20 GB Highspeed-Datenvolumen sowie eine unlimitierte Allnet- und SMS-Flat zum Preis von monatlich 20 Euro.

Beim Festnetz-Mobil-Kombitarif kommt zu diesem Mobilfunkangebot noch ein symmetrischer Glasfaseranschluss hinzu, der in beide Richtungen 100 MBit/s liefert. Der Preis für dieses Kombiangebot liegt bei 45 Euro pro Monat. Zu diesem Kombitarif kann der Kunde bis zu drei weitere Multicards hinzubuchen - diese beinhalten dann neben einer Allnet- und SMS-Flat auch 10 GB Datenvolumen für monatlich je 15 Euro.

Aus regulatorischen Gründen darf o2 dieses Kombiangebot zu diesem Preis allerdings nur in 66 spanischen Städten anbieten, in denen der Glasfaser-Wettbewerb sehr stark ist. In allen anderen Gebieten Spaniens muss o2 monatlich 13 Euro mehr verlangen, also 58 Euro. Telefónica macht kein Geheimnis daraus, dass man am liebsten landesweit die 45 Euro Grundgebühr verlangen würde.

Alle Kunden, die aus regulatorischen Gründen mehr bezahlen müssen, sollen von Telefónica auf andere Weise entschädigt werden. Außerdem weist Telefónica darauf hin, dass mittlerweile eigentlich 250 Gegenden Spaniens die regulatorische Vorgabe einer Region mit starkem Glasfaser-Wettbewerb erfüllen würden - ohne zwischenzeitlich auf die staatliche Liste aufgenommen worden zu sein. Der Netzbetreiber weist seinen Staat hier also zwischen den Zeilen höflich darauf hin, seine Hausaufgaben zu machen

Kundenservice mit persönlichem Ansprechpartner

Die Marke o2 in Spanien soll auch durch einen besonderen Kundenservice glänzen - bei der Beschreibung dürfte sich mancher deutsche o2-Kunde verwundert die Augen reiben.

Grundsätzlich wird o2 Spanien seinen Kunden niemals Werbung schicken oder sonstige Werbung für Zusatzdienste zukommen lassen. Der Kunde erhält bei seinem Provider einen festen Ansprechpartner, mit dem er alle Anliegen klären kann. Als Kontaktwege wird es die Telefon-Hotline, E-Mail und einen Chat geben. Zur Erinnerung: o2 Deutschland hat den Kundenservice per E-Mail schon vor Jahren abgeschafft. Außerdem gibt es für spanische Kundenservice-Mitarbeiter keine Provision oder Belohnung, wenn sie dem Kunden ein kostenpflichtiges Produkt aufschwatzen.

Ein Phänomen, das Kunden aller Provider in Deutschland kennen, soll es bei o2 Spanien ebenfalls nicht geben: Normalerweise geht der Provider davon aus, dass seine Abrechnung richtig ist und wenn der Kunde nicht einverstanden ist, muss er seine Sicht beweisen - oft ohne Erfolg. o2 Spanien will umgekehrt vorgehen: Beschwert sich ein Kunde über eine falsche Rechnung, wird o2 dem Kunden sofort den strittigen Betrag erstatten. Erst dann analysiert o2 den Fall und versucht herauszufinden, wer recht hat. Erst wenn o2 sicher beweisen kann, dass die Rechnung richtig war, wird der Betrag wieder beim Kunden abgebucht.

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