4G

o2: LTE bis Ende 2019 nahezu flä­chen­deckend

Telefónica strebt bis Ende kommenden Jahres ein nahezu flächendeckend verfügbares LTE-Mobilfunknetz an. In den vergangenen Monaten gab es allerdings unterschiedliche Äußerungen.
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Telefónica hat mit dem LTE- Auf- und Ausbau deutlich später als seine beiden Mitbewerber auf dem deutschen Mobilfunkmarkt begonnen. Dennoch will der Münchner Netzbetreiber in absehbarer Zeit in diesem Punkt schon bald mit Telekom und Vodafone mithalten können. Der CEO des Unternehmens, Markus Haas, erklärte schon auf der CeBIT im vergangenen Jahr, "in den nächsten zwei Jahren" sollte das LTE-Netz von Telefónica nahezu flächendeckend zur Verfügung stehen.

Diese Aussage unterstreicht die Telefónica-Marke o2 auf ihrer Webseite. Hier heißt es unter den Informationen zum LTE-Netz, in Städten liege die Bevölkerungsabdeckung schon jetzt bei 90 Prozent. Bundesweit komme das 4G-Netz auf rund 80 Prozent Abdeckung bezogen auf die Bevölkerung. Dabei äußerste sich o2 auch zu den weiteren Ausbauplänen für den Mobilfunkstandard, der bei Telefónica derzeit Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 225 MBit/s im Downstream ermöglicht.

"Bis Ende 2019 werden Kunden den Highspeed-Standard nahezu flächendeckend in ganz Deutschland nutzen können", heißt es wörtlich auf der o2-Webseite. Das bedeutet zwar eine Verzögerung gegenüber den im März vergangenen Jahres auf der CeBIT geäußerten Vorstellungen - allerdings nur um wenige Monate.

Unterschiedliche Aussagen in den vergangenen Monaten

LTE-Ausbaupläne von TelefónicaLTE-Ausbaupläne von Telefónica Ende Februar hatte Telefónica auf dem Mobile World Congress (MWC) von einer Über-95-Prozent-Abdeckung bis 2020 gesprochen. Später wurde diese Aussage mit Blick auf die Lizenzauflagen relativiert. Markus Haas legte im April nach und stellte in Aussicht, dass es bis zum übernächsten Jahr keine wesentlichen Funklöcher mehr gebe.

Wie aber sehen nun die Ausbaupläne aus? Auch dazu gibt es Hinweise auf der Webseite von o2. Demnach soll der Ausbau vorrangig dort erfolgen, wo die Kunden "leben und sich bewegen". Das könnte darauf hindeuten, dass Ballungszentren vor ländlichen Regionen bevorzugt werden. Das jüngste Beispiel im westlichen Münsterland zeigt allerdings, dass diese Aussage nicht pauschal gilt.

Nach den Erfahrungen der teltarif.de-Redaktion verbindet Telefónica auch in Hessen und Bayern oft die Konsolidierung des Mobilfunknetzes mit einer Aufrüstung um den LTE-Standard. Dennoch können die Bemühungen des Unternehmens nicht darüber hinwegtäuschen, dass der LTE-Ausbau von Telefónica in die Fläche derzeit erst bei 66 Prozent liegt, wie wir in einer weiteren Meldung aufzeigen.

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