Zusatz-Versicherung

Telefónica bietet o2-Kunden ab sofort "Internet-Versicherung" an

Versicherungspaket kommt aber mit vielen Einschränkungen im Detail
Von Marc Kessler
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Telefónica bietet Mobilfunk- und DSL-Kunden seiner deutschen Marke o2 ab sofort den Abschluss einer "Internet-Versicherung" an. Diese wird in Zusammenarbeit mit der AXA-Tochter AXA Assistance realisiert und deckt unter anderem Fälle des Identitäts­diebstahls oder des Missbrauchs von Zahlungsdaten, Betrugsfälle beim Online-Shopping sowie Beschä­digungen beziehungs­weise den Diebstahl von bestimmter Hardware wie DSL-Routern ab.

Für die Versicherung verlangt die Telefónica Insurance S.A., ein Unternehmen des Telefónica-Konzerns mit Hauptsitz in Luxemburg, einen Monatsbeitrag von 5 Euro. o2-Internet-VersicherungDie neue "Internet-Versicherung"
für o2-Kunden
Zu diesem Betrag können bis zu sechs Familienmitglieder, die im selben Haushalt wohnen, kostenfrei in die Police miteingeschlossen werden. Die Versicherung ist monatlich kündbar. Kunden steht eine "Beratungs-Helpline" zur Verfügung, die per 0800-Rufnummer rund um die Uhr kostenfrei erreicht werden kann.

Versicherungspaket mit vielen Einschränkungen

Im Einzelnen deckt das Versicherungspaket den rechtlichen Beistand im Falle des Identitäts­missbrauchs bis zur Höhe von 10 000 Euro ab. Versichert sind hier aber nur eigene Rechtsanwaltskosten. Daneben zahlt die "Internet-Versicherung" von Telefónica auch eine Entschädigung, wenn Zahlungsmittel wie Kreditkartendaten missbraucht werden. Hier gilt allerdings eine Höchst-Entschädigung von 500 Euro für maximal zwei Fälle innerhalb von 12 Monaten.

Die Versicherung deckt auch Fälle wie die Nicht-Lieferung beim Online-Shopping ab. Hier sind aber nur solche Einkäufe (auch auf Auktionsplattformen) erfasst, die von gewerblichen Anbietern erworben wurden. Einkäufe von privaten Verkäufern - auch über eBay - sind ausgeschlossen. Der Mindestwert der gekauften Ware muss zudem 100 Euro betragen, die maximale Versicherungssumme beträgt 500 Euro (auch hier maximal zwei Fälle pro 12 Monate).

Nur bestimmte Hardware ist versichert

Letztlich ist auch (ausschließlich) Hardware in Form von DSL-Router, DSL-Modem oder Surfstick mit einem Versicherungsbetrag von bis zu 200 Euro versichert, wenn diese über o2 erworben wurde. Die Versicherung leistet jedoch nur im Falle eines "unfallartigen, unvorhergesehenen Ereignisses" sowie bei einem Diebstahl oder Raub. Beachtet werden muss jedoch, dass der Diebstahlschutz nicht greift, wenn das Gerät (zum Beispiel der Surfstick) unbeaufsichtigt war.

Sämtliche Bedingungen der "Internet-Versicherung" sind auf einer speziellen o2-Seite zu finden. Dort ist auch der Abschluss des Versicherungspakets möglich. Die Abrechnung der Monatsgebühr in Höhe von 5 Euro erfolgt über die o2-Rechnung (für Postpaid-Kunden) beziehungsweise über das Prepaid-Guthaben.

Der Kommentar von teltarif-Redakteur Marc Kessler
teltarif-Redakteur Marc Kessler Die neue "Internet-Versicherung" von o2 verspricht viel, offenbart aber viele Einschränkungen und Bedingungen im Kleingedruckten. Angesichts dessen dürften viele Kunden besser damit bedient sein, die pro Jahr anfallenden 60 Euro zur Seite zu legen und im Falle eines Falles zur Schadensbeseitigung zu verwenden. Manche Schäden beziehungsweise Ereignisse können zudem über die gegebenenfalls bereits vorhandene Hausrat- oder Rechtsschutzversicherung abgewickelt werden.

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