Gefahr

Telefónica: 2100 Jobs stehen auf der Kippe (Update)

Tausende Beschäftigte in den Call-Centern des Telekommunikationskonzerns Telefónica fürchten um ihren Arbeitsplatz. Darum geht es im Einzelnen.
Von Daniel Rottinger

Telefónica: 2100 Mitarbeiter bangen um Job Telefónica: 2100 Mitarbeiter bangen um Job
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Update: In einem weiteren Artikel haben wir uns ein Statement von dem Konzern eingeholt. Hier können Sie die Telefónica-Reaktion nachlesen. Update Ende

Nur etwas mehr Arbeitgeber-Flexibilität oder doch eher Schließungsgefahr einzelner Standorte? Rund 2100 Call-Center-Jobs bei Telefónica sind bedroht, wenn man einem aktuellen Bericht von rp-online Glauben mag. Dem Artikel zufolge bekamen die Arbeitnehmer diese Info auf einer internen Ver­sammlungen mitgeteilt.

Mitarbeiter sollen ausgegliedert werden

Telefónica: 2100 Mitarbeiter bangen um Job Telefónica: 2100 Mitarbeiter bangen um Job
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Konkret geht es darum, dass die betroffenen Mitarbeiter in eine separate Firma ausgegliedert werden sollen. Dadurch könnte das neu entstandene Unternehmen einfacher weiterverkauft werden und auch eine Schließung würden erleichtert. Möglicherweise handelt es sich bei diesem Schritt um ein Nachbeben, welches sich durch die Fusion von E-Plus und o2 ergeben hat. Bei den Betroffenen handle es sich um Call-Centern-Mitarbeiter an den Standorten Hamburg (900 Beschäftigte), Bremen (rund 200 Arbeitnehmer) und Nürnberg (1000 Personen). Abseits der drei aufgeführten Telefónica-Standorte, hat der Konzern weitere Call-Center-Niederlassungen an denen rund 3700 Mitarbeiter arbeiten.

Trend geht in Richtung Selfservice übers Web

Da sich der Trend immer stärker in Richtung Nutzung von Online-Serviceleistungen entwickelt und Kunden Verträge häufiger im Web verlängern oder kündigen, werden vermutlich weniger Kapazitäten in den Call-Centern benötigt. Allerdings sind laut Telefónica-Aussage weiterhin sachkundige Experten von Nöten, wenn Nutzer etwa Hilfe bei der Installation eines Smartphone benötigen.

Stellenabbau durch die Fusion

Bereits Ende 2014 berichteten wir darüber, dass Telefónica umfangreiche Stellenstreichungen durchführen möchte. So könnte der Zusammenschluss der beiden Mobilfunker insgesamt bis zu 1600 Vollzeitbeschäftigte ihre Jobs kosten.

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