Statement

Telefónica äußert sich zu Callcenter-Umstrukturierung

Der Mobilfunker plant eine strukturelle Umbaumaßnahme, von der rund 2100 Callcenter-Mitarbeiter betroffen sind. Jetzt äußert sich der Konzern dazu.
Von Daniel Rottinger

Telefonica Wir haben die Gründe für die Telefónica-Maßnahme erfragt
Bild: Telefonica
Wie wir bereits heute Morgen meldeten, plant Telefónica ein Umstrukturierung des Callcenter-Bereichs. Rund 2100 Mitarbeiter werden dazu in ein neues Unternehmen ausgegliedert. Telefonica Wir haben die Gründe für die Telefónica-Maßnahme erfragt
Bild: Telefonica
Auf Nachfrage bestätigte uns Telefónica, dass die betroffenen Callcenter-Arbeitnehmer in eine neue Firma ausgegliedert werden. Bis Ende diesen Jahres soll der Umstellungsprozess abgeschlossen sein. Doch welchen Anlass hat diese Maßnahme? Durch die Ausgliederung solle vor allem die Vergleich­barkeit zwischen den einzelnen Standorten erreicht werden, hofft Telefónica. Allerdings diene die Umstrukturierung nicht dazu, um Mitarbeiter zu entlassen - bestehende Verträge sollen eingehalten werden.

Weitere Planung erfolge erst ab Mitte 2016

Erste Ergebnisse der Maßnahme erwartet sich der Konzern erst Mitte 2016. Dann sollen Rückschlüsse aus den Resultaten gezogen werden, wie uns der Pressesprecher im Gespräch weiter mitteilte. Frühestens dann seien auch personelle Konsequenzen potenziell denkbar, wie der Sprecher unter der Phrase "Aufgaben harmonisieren" durchblicken ließ.

Unterstützung auch abseits des klassischen Telefonsupports

In dem Gespräch bestätigte uns der Konzern im Übrigen, dass der Trend Richtung Selfservice gehe und man auf einen sogenannten Multichannel-Service-Konzept setze und dieses weiter ausbauen würde. Neben dem klassischen Telefonsupport entstehen also weitere Hilfsangebote über das Web beziehungsweise sind bereits aktiv. Konkrete Auswirkungen für den Kunden habe die aktuelle Umstrukturierung des Callcenter-Bereichs derzeit nicht.

Frühestens Mitte/Ende 2016 könnten auch Nutzer von o2 und E-Plus aktiv die Wirkung der Maßnahme spüren. Wie konkret, würde sich allerdings nicht sagen lassen, da sich die Kundenservice-Branche im stetigen Wandel befände.

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