Zeitplan

Telefónica: Netzintegration dauert noch bis 2019

Rund ein Jahr länger als noch Ende August prognostiziert nimmt die Netzintegration von Telefónica in Anspruch. Zudem verbleiben weniger Standorte als geplant.
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Telefónica braucht für die Zusammenlegung der früher eigenständigen Mobilfunknetze von E-Plus und o2 länger als ursprünglich geplant. Wie die Münchner Telefongesellschaft heute mitteilte, sollen die "eigentlichen Integrationsarbeiten bis Jahresende 2018 erfolgreich umgesetzt" sein. Noch auf einem Pressegespräch zur IFA Ende August erklärte Telefónica-Chef Markus Haas, bis zum Jahresende - allerdings 2017 - werde die Netzintegration "weitgehend abgeschlossen" sein.

Haas ging davon aus, dass im ersten Halbjahr 2018 nur noch Feinheiten wie etwa die Umrüstung an schwer zugänglichen Standorten vorgenommen werden müssen. Jetzt nennt Telefónica das Jahr 2019 als Termin für den Abschluss des "komplexen Großprojekts Netzintegration". Der Telekommunikationsdienstleister braucht somit rund ein Jahr länger für den Umbau seines Mobilfunknetzes als zuletzt angedacht, bleibt in seinem ursprünglich genannten Zeitplan von fünf Jahren für die Umrüstung des Netzes.

Wie aus den jetzt veröffentlichten Presseinformationen hervorgeht, hat Telefónica offenbar auch die Anzahl von Basisstationen zusammengestrichen. Nannte Markus Haas noch eine Zahl von 27 000 Standorten, die nach der Netzzusammenlegung von E-Plus und o2 verbleiben sollen, so geht das Unternehmen jetzt von "mehr als 25 000" Standorten aus, die nach dem Abschluss der Arbeiten verbleiben sollen.

Mehrere Milliarden Euro in den Netzausbau investiert

Im Test in Potsdam konnte Telefónica überzeugenIm Test in Potsdam konnte Telefónica überzeugen In den vergangenen Jahren habe Telefónica mehrere Milliarden Euro in den Netzausbau investiert. Die aktuelle Netzintegration erfordere Arbeiten an rund 40 000 Mobilfunkstandorten. Vor allem Doppelversorgungen an Orten, die von den bisherigen Netzen von E-Plus und o2 gleichermaßen abgedeckt wurden, werden abgebaut. Allerdings klagen einige Kunden auch darüber, lokal nun gar keinen Telefónica-Empfang mehr zu haben.

Beim jüngst veröffentlichten Netztest von Chip landete Telefónica nur auf Platz drei. "Wir befinden uns bei der Netzintegration nach wie vor in einer intensiven Umbauphase und haben für die Zeit der Netztests im Interesse unserer Kunden keine Pause eingelegt", so Cayetano Carbajo Martín, Vorstand und Chief Technology Officer von Telefónica Deutschland. Wichtiger als technologisch optimierte Spitzenwerte sei es für den Netzbetreiber, dass die Kunden im Alltag ein verlässliches Netz mit guten Durchschnittsgeschwindigkeiten zur Verfügung haben.

An Standorten, an denen Telefónica sein Mobilfunknetz bereits komplett zusammengelegt und optimiert hat, hinterlässt die Performance des mobilen Internet-Zugangs durchaus einen ähnlichen Eindruck wie in den Netzen von Telekom und Vodafone. Ein Beispiel dafür ist Potsdam, wo wir im September mehr als 100 MBit/s im Downstream gemessen haben. In einer weiteren Meldung lesen Sie, wie gut das Telefónica-Netz nach Abschluss der Integrationsarbeiten in ganz Deutschland werden könnte.

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