Konsolidierung

Neues Telefónica-Mobilfunknetz im Test

Wir haben die Konsolidierung des Telefónica-Netzes in einer Kleinstadt mit Tests begleitet und berichten über die gemachten Erfahrungen. Bislang läuft sowohl bei der Telefonie als auch bei Datendiensten nicht alles reibungslos.
AAA
Teilen (5)

Telefónica hat im Januar nach ersten Tests, die bereits im vergangenen Jahr durchgeführt wurden, mit der Zusammenlegung der Mobilfunknetze von E-Plus und o2 begonnen. Im Laufe der nächsten Jahre soll daraus das neue Netz des nach Kundenzahlen größten deutschen Mobilfunk-Netzbetreibers entstehen. Erste Erfahrungen im zusammengelegten Netz haben wir bereits Anfang Februar in Osthessen gesammelt. Jetzt stand die Konsolidierung in Bad Orb, einer Kurstadt im hessischen Spessart, an.

Neben der Netzzusammenlegung hat Telefónica in Bad Orb auch gleich für einen schnelleren mobilen Internet-Zugang gesorgt. So ist hier seit einigen Tagen o2 nicht nur mit GSM und UMTS, sondern auch mit LTE vertreten. Das 4G-Netz wird als Original-o2-Netz erkannt und verfügt über die Netzkennung 262-07. Dementsprechend erscheint auch die Bezeichnung o2-de im Display des Apple iPhone 6S Plus, das wir für diesen Test unter anderem verwendet haben.

Wechsel aus National Roaming zu LTE dauert teilweise lange

Telefónica schaltet seine beiden Mobilfunknetze sukzessive zusammenTelefónica schaltet seine beiden Mobilfunknetze sukzessive zusammen Bewegt man sich aus Norden, etwa von der Autobahn-Ausfahrt Bad Orb/Wächtersbach, in Richtung der Kurstadt, so ist das Smartphone in der Regel zunächst im UMTS-Netz von E-Plus eingebucht, das hier stärker zu empfangen ist als das 3G-Netz von o2. So lautet die Netzanzeige o2-de+. In Bad Orb dauerte es im Test zum Teil recht lange, bis das iPhone 6S Plus auf LTE umschaltete.

Ähnliche Beobachtungen machten wir auch in der Vergangenheit bei Tests mit dem National Roaming über UMTS, das Telefónica bereits seit Frühjahr 2015 anbietet. Ist das Smartphone mit o2-SIM erst einmal im 3G-Netz von E-Plus eingebucht, so ist es offenbar reiner Zufall, wann das Gerät bei Verfügbarkeit von UMTS oder LTE von o2 ins eigene Heimatnetz zurückfindet. Vor einigen Monaten fand das Smartphone in Berlin aus der U-Bahn kommend erst nach vielen Stunden wieder ins o2-Netz zurück. Im Untergrund war das Gerät ins E-Plus-Netz gewandert, da o2 hier nur GSM mit EDGE anbietet.

Das automatische Umschalten ins Heimatnetz inklusive LTE-Empfang klappte im Test in Bad Orb in einem Fall auch nach einer Wartezeit von rund 15 Minuten nicht und das iPhone 6S Plus war weiter bei o2-de+ - also im E-Plus-Netz - mit 3G eingebucht. Beim zweiten Versuch hatten wir kaum den LTE-Versorgungsbereich erreicht und schon schaltete das Handy ins 4G-Netz von o2-de um. Verwendet wurden in beiden Fällen das gleiche Endgerät und die gleiche SIM-Karte.

Test mit Nokia 616 im GSM-Netz

National Roaming im UMTS-Netz von E-PlusNational Roaming im UMTS-Netz von E-Plus Mit dem iPhone 6S Plus bekommt man von der Netzkonsolidierung in Bad Orb demnach momentan nichts mit, denn das LTE-Signal ist zumindest in der Innenstadt so stark, dass das Smartphone selbst innerhalb von Gebäuden im 4G-Netz eingebucht ist. Mit einer o2-MultiCard haben wir im Auto parallel das Nokia 616 verwendet. Dabei handelt es sich um einen Festeinbau, der nur den GSM-Standard unterstützt.

Wir sind von Norden kommend Richtung Bad Orb gefahren. Fast bis zur Stadtgrenze war das 2G-Netz von o2 mit starkem Signal zu empfangen. Wenige Meter hinter dem Ortseingang wurde die Feldstärke trotz Autotelefon mit Außenantenne immer schwächer. In der Innenstadt verlor das Nokia 616 den Kontakt zum Netz der Münchner Telefónica-Marke. Für die Dauer von rund zehn Sekunden befand sich das Telefon auf Netzsuche, danach wurde das konsolidierte Netz gefunden.

Auf Seite 2 lesen Sie, welche Erfahrungen wir bei Telefonaten im konsolidierten Mobilfunknetz von Telefónica gemacht haben und welche Probleme wir im Test noch festgestellt haben.

1 2 vorletzte
Teilen (5)

Mehr zum Thema National Roaming