4G

Telefónica LTE für E-Plus-Kunden regional gesperrt

Nicht alle Mobilfunkkunden aus den Telefónica-Netzen haben die gleiche LTE-Netzabdeckung zur Verfügung. Kunden aus dem E-Plus-Netz müssen mit regionalen Sperren leben.
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Schon seit langer Zeit stand der 30. Juni als Termin für die Abschaltung des bisherigen LTE-Netzes von E-Plus fest. Telefónica musste die Frequenzen an Vodafone abgeben. Die betroffenen Kunden können dennoch weiterhin das 4G-Netz nutzen - allerdings jetzt von o2, wobei die Netze der beiden Telefónica-Marken perspektivisch ohnehin miteinander verschmelzen sollen.

Schon im Frühjahr gab es erste Tests für National Roaming über LTE. In den Wochen vor dem 30. Juni wurde der Dienst sukzessive freigeschaltet. Allerdings haben Kunden aus dem bisherigen E-Plus-Netz auch knapp zwei Monate nach dem Start der gemeinsamen Netznutzung nicht überall dort LTE zur Verfügung, wo Nutzer aus dem o2-Netz über das mobile Breitbandnetz surfen und im VoLTE-Standard telefonieren können.

LTE-Netz nicht überall für alle Kunden freigeschaltet

LTE von Telefónica nicht überall für alle KundenLTE von Telefónica nicht überall für alle Kunden Schon recht bald nach dem Stichtag 30. Juni meldeten sich beispielsweise Kunden aus dem Raum Freiburg mit der Information, dass sie nun überhaupt keinen LTE-Zugang mehr haben. In den vergangenen Wochen gab es weitere Kunden-Hinweise aus Regionen, in denen o2-Kunden Zugang zum LTE-Netz haben, Nutzer mit SIM-Karten aus dem bisherigen E-Plus-Netz aber bestenfalls UMTS zur Verfügung haben.

Auch im Telefon-Treff-Forum wird die LTE-Zweiklassen-Gesellschaft bei Telefónica thematisiert. Dabei hat ein Nutzer auch eine Karte veröffentlicht, die die gesamte 4G-Abdeckung des Münchner Netzbetreibers zeigt und farblich kennzeichnet, wo die Nutzung nur mit SIM-Karten aus dem o2-Netz möglich ist. Die Daten bestätigen die Lücke im Raum Freiburg, von der wir bereits vor Wochen erfahren haben.

Aber auch in anderen Region müssen Kunden mit SIM-Karten aus dem E-Plus-Netz damit rechnen, nur noch über UMTS bzw. GPRS und EDGE surfen zu können. Dazu gehören Dortmund und Osnabrück genauso wie große Teile der deutschen Nordsee- und Ostsee-Küste. Auch in Schwerin, Braunschweig und Wolfsburg gibt es LTE nur für Kunden mit SIM-Karten aus dem o2-Netz.

Verhinderung von Netzüberlastung in weiteren Regionen?

Hintergrund für diese Beschränkung könnte das Bestreben der Telefónica sein, Netzüberlastungserscheinungen, wie sie in Großstädten wie Berlin und Frankfurt am Main seit der Freigabe des LTE-Netzes von o2 für E-Plus-Kunden punktuell auftreten, in weiteren Regionen zu vermeiden. Die Freischaltung könnte dann erst nach einer entsprechenden Netzaufrüstung erfolgen.

Wir haben bei der Telefónica-Pressestelle nachgefragt, inwieweit die jetzige Situation beabsichtigt ist und wann betroffene Kunden mit dem Zugriff auf das komplette 4G-Netz rechnen können. Sobald wir eine Rückmeldung erhalten haben, werden wir darüber berichten. Insider haben uns inzwischen aber weitere Informationen geliefert, mehr dazu können Sie in einer eigenen Meldung lesen.

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