Ausblick

o2 plant für 2019 noch schnelleren LTE-Ausbau

Telefónica will in diesem Jahr rund 10 000 neue LTE-Sender in Betrieb nehmen - das sind mehr als 2018. Die Kunden-Nachfrage nach mobilen Daten wächst enorm.
Von mit Material von dpa
AAA
Teilen (18)

Telefónica blickt auf das Geschäfts­jahr 2018 zurück und hat auch einen Ausblick auf die Entwick­lung im laufenden Jahr gewagt. Für die Kunden beson­ders inter­es­sant: Der Münchner Konzern will in diesem Jahr rund 10 000 weitere LTE-Stationen aufbauen. Damit forciert das Unter­nehmen den mobilen Breit­band-Ausbau gegen­über dem vergan­genen Jahr noch­mals. 2018 hat o2 rund 6700 Stand­orte mit LTE aufge­rüstet.

Vor allem entlang der Haupt­ver­kehrs­wege und in länd­li­chen Regionen will Telefónica mit dem weiteren Netz­ausbau punkten. In Städten soll das Netz weiter verdichtet werden, nachdem die Inte­gra­tion des früheren E-Plus-Netzes im vergan­genen Jahr "im Wesent­li­chen" abge­schlossen werden konnte, wie der Konzern betont. Auch die in den vergan­genen Monaten veröf­fent­lichten Netz­tests zeigen, dass sich die Netz­qua­lität gegen­über den Vorjahren verbes­sert hat.

Die Inves­ti­tionen ins mobile Daten­netz zahlen sich aus, denn wie die Telefónica-Zahlen weiter zeigen, wird der Internet-Zugang über LTE und UMTS von den Kunden immer inten­siver genutzt. Vertrags­kunden von o2 haben den Angaben zufolge im vierten Quartal 2018 monat­lich durch­schnitt­lich 4,1 GB Daten über­tragen. Das sind 47 Prozent mehr als im glei­chen Zeit­raum 2017. Insge­samt verzeich­nete Telefónica 2018 gegen­über dem Vorjahr einen um 49 Prozent ange­wach­senen mobilen Daten­ver­kehr. 622 000 Tera­byte Daten seien von den Kunden über­tragen worden.

Verlust 2018 verrin­gert

Bilanz-Zahlen von TelefónicaBilanz-Zahlen von Telefónica Seinen Verlust konnte der Münchner Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern im vergan­genen Jahr von 381 auf 230 Millionen Euro verrin­gern. Mit 45,3 Millionen Mobil­funk­an­schlüssen ist Telefónica nach Kunden­zahlen die Nummer eins im deut­schen Markt. Hohe Abschrei­bungs­kosten belas­teten das Unter­nehmen aber weiterhin. Außerdem war der Fest­netz-Umsatz rück­läufig.

Für das laufende Jahr stellte Telefónica einen unver­än­derten Umsatz von 7,3 Milli­arden Euro und einen unver­än­derten oder etwas höheren Betriebs­ge­winn in Aussicht. Trotz des Jahres­ver­lusts will der Konzern eine Divi­dende von 27 Cent je Aktie ausschütten. Die spani­sche Mutter Telefónica hält 69 Prozent der Aktien und erhält damit 556 Millionen Euro.

Die bishe­rige Mehr­marken- und Mehr­ka­nal­stra­tegie soll 2019 fort­ge­setzt werden. Dabei erwartet Telefónica eine stabile Preis­ent­wick­lung sowohl im Premium- als auch im Non-Premi­um­seg­ment. Während das Vertrags­kun­den­ge­schäft weiterhin der stärkste Wert­schöp­fungs­treiber sein werde, erwartet das Unter­nehmen eine weitere Abschwä­chung der Nach­frage nach Prepaid-Tarifen. Diese war schon im vergan­genen Jahr erkennbar. Den Grund dafür sieht die Tele­fon­ge­sell­schaft in der 2017 einge­führten Legi­ti­ma­ti­ons­prü­fung und in einer Verla­ge­rung des Kunden­in­ter­esses Rich­tung Vertrags­ta­rifen.

In einer weiteren Meldung haben wir bereits über eine Neue­rung bei den o2-Free-Tarifen berichtet.

Teilen (18)

Mehr zum Thema Telefónica