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Telefonanlagen: Makeln, Klopfen, Konferenz

Ob Rufum­leitung aufs Handy oder Konfe­renz­schal­tung - es gibt heute viele Wege, eine Tele­fonan­lage zu reali­sieren. teltarif.de stellt Lösungen von der tradi­tionellen ISDN-TK-Anlage bis hin zur virtu­ellen PBX vor.
Von Susanne Kirchhoff /
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Telefonanlagen: Makeln, Klopfen, Konferenz Telefonanlagen: Makeln, Klopfen, Konferenz
Bild: teltarif.de
In vielen Haus­halten werden heute mehrere Tele­fone und Rufnum­mern genutzt. Dafür ist in der Regel auch eine Tele­fonan­lage im Einsatz, auch wenn sich deren Besitzer viel­leicht gar nicht darüber im Klaren ist. Sie sorgt für die Zuord­nung von Gesprächs­leitungen und Rufnum­mern zu Endge­räten wie Telefon, Fax und Anruf­beant­worter sowie heut­zutage immer öfter auch Handy oder PC. Im Heim­bereich hielten Tele­fonan­lagen vor allem durch die zuneh­mende Verbrei­tung von ISDN-Anschlüssen seit den 90er Jahren Einzug, allen voran die verschie­denen Eumex-Modelle der Telekom.

ISDN, VoIP und NGN sorgen für Verbrei­tung von Tele­fonan­lagen

In den vergan­genen Jahren begannen dann die VoIP-Technik sowie die Umstel­lung der Tele­fonnetze auf Next Genera­tion Networks (NGN) ihren Siegeszug, welche die meisten alter­nativen Anschluss­anbieter für ihre Komplett­anschlüsse für Telefon und Internet anbieten. Als Tele­fonan­lage fungiert dann oft eine FRITZ!Box, welche zudem noch zahl­reiche weitere Funk­tionen mitbringt. So ist heute für viele Nutzer selbst­verständlich, in einem Haus­halt unter verschie­denen Rufnum­mern erreichbar zu sein und gleich­zeitig Gespräche auf mehreren Leitungen zu führen. Eine Tele­fonan­lage ist in der Lage, Rufnum­mern zu verwalten und diese den ange­schlos­senen Endge­räten zuzu­weisen. So nutzt beispiels­weise das Telefon im Wohn­zimmer die Nummer 1, das Telefon im Büro die Nummer 2 und ein Faxgerät die Nummer 3.

Funk­tionen und Dienste von Tele­fonan­lagen

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Bild: teltarif.de
Anklopfen, Halten und zwischen verschie­denen Gesprä­chen makeln - diese Funk­tionen bieten heute in der Regel selbst analoge Tele­fonan­schlüsse. Dafür ist also nicht zwin­gend eine Tele­fonan­lage notwendig. Notwendig wird sie vor allem, wenn eine größere Anzahl von Nutzern über den glei­chen Anschluss erreichbar sein soll und häufig Gespräche an andere Teil­nehmer über­geben oder weiter­geleitet werden. Auch Konfe­renz­schal­tungen oder Grup­penfunk­tionen sind Aufgaben für eine Tele­fonan­lage. Nicht nur Anrufe, sondern auch Fax- und SMS-Nach­richten kann eine Tele­fonan­lage entge­gennehmen und diese beispiels­weise per E-Mail an den jewei­ligen Adres­saten weiter­leiten.

Welchen Funk­tions­umfang eine Tele­fonan­lage bietet, hängt von der jewei­ligen Lösung ab. Diese kann sowohl mit einem Gerät vor Ort als auch mit einem Internet-basierten Dienst reali­siert werden. Auch Kombi­nationen von beiden Ansätzen sind möglich.

Die Frage, ob die Anbin­dung einer Tele­fonan­lage analog, per ISDN oder IP-basiert ausge­führt werden soll, stellt sich gleich mehr­fach. Zum einen geht es darum, wie die Endge­räte wie Telefon und Fax an die Tele­fonan­lage ange­schlossen sind und auf welche Art und Weise interne Gespräche geführt werden. Zum anderen sind unter­schied­liche Wege für Verbin­dungen zum öffent­lichen Tele­fonnetz (PSTN) möglich, um externe Gespräche zu führen. Dabei sind verschie­dene Misch­formen möglich.

Endge­räte anschließen per Funk oder Kabel: ISDN, LAN, DECT

Um die Endge­räte wiederum mit der Tele­fonan­lage zu verbinden, verfügt diese über so genannte Ports. Die meisten Anlagen bringen mehrere Analog­ports für kabel­gebundene oder draht­lose Tele­fone (DECT) mit. Digi­tale Geräte wie ISDN-Tele­fone werden über einen S0-Bus (vier­adrig) oder eine system­spezi­fische Schnitt­stelle wie die zwei­adrigen Schnitt­stellen Up0 und UpN ange­bunden. Abhängig von der Ausfüh­rung der Tele­fonan­lage ist es auch möglich, eine bereits vorhan­dene zwei­adrige Gebäu­dever­kabe­lung für die Anbin­dung der Neben­stellen zu nutzen. Die Ausgangs­dosen in den Räumen sind dann zumeist RJ45-Dosen. Basiert die Tele­fonan­lage hingegen auf VoIP, so werden die Endge­räte in der Regel über das lokale Netz­werk (LAN) via Ethernet an die Tele­fonan­lage ange­bunden. Mithilfe einer virtu­ellen Tele­fonan­lage ist es häufig auch relativ unkom­pliziert möglich, Handys und Smart­phones als Neben­stelle unter einer Fest­netz­nummer erreichbar zu machen.

Wege ins Fest­netz: Telefon- oder Inter­netan­schluss

Die Anbin­dung an das öffent­liche Tele­fonnetz erfolgt übli­cher­weise direkt über den Tele­fonan­schluss per ISDN oder über das Internet mithilfe eines VoIP-Anbie­ters. Ein analoger Tele­fonan­schluss stellt nur eine Leitung zu Verfü­gung, weswegen keine gleich­zeitigen Gespräche von mehreren Nutzern möglich sind. Daher ist er für den Einsatz mit einer Tele­fonan­lage nicht geeignet. Ein ISDN-Basis­anschluss für Privat­kunden bietet übli­cher­weise zwei Leitungen zum Tele­fonieren und zwischen drei und zehn Rufnum­mern. Für Unter­nehmen mit einem größeren Bedarf stellt ein Primär­multi­plex-Anschluss 30 Leitungen bereit. Wer viele Leitungen benö­tigt, kann auch mehrere Anschlüsse kombi­nieren.

Wer IP-basiert tele­foniert, benö­tigt pro Gespräch etwa 100 kBit/s - sowohl im Up- als auch im Down­stream. Die Anzahl der mögli­chen gleich­zeitigen Gespräche wird daher bei ADSL-Internet-Zugängen in erster Linie durch den Upstream begrenzt.

Privat­kunden zuhause und Geschäfts­kunden in Unter­nehmen haben recht unter­schied­liche Erwar­tungen an Preis und Leis­tung einer Tele­fonan­lage. Daher zeigen wir Ihnen in spezia­lisierten Ratge­bern für die Tele­fonan­lage zuhause und Tele­fonan­lagen für Unter­nehmen, welche Funk­tionen eine Tele­fonan­lage bieten kann und welche Lösungen es gibt.

Alter­nativen zu Tele­fonan­lagen sind kosten­freie Tele­fonkon­ferenzen und natür­lich auch kosten­lose Video-Konfe­renz-Dienste.

Ratgeber zum Thema Telefonanlagen für Privat- und Geschäftskunden