Verbraucherzentrale

Tele Columbus: Drohung mit Inkasso

In einem aktuellen Bericht geht die Verbraucherzentrale Sachsen auf den Umgang mit einigen Tele-Columbus-Kunden ein, die sich der Umtarifierung widersetzt hatten.
Von Daniel Rottinger
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Am 1. Mai hatte der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus mit der Zwangsumstellung einiger Kunden begonnen, die in einem Internet-Only-Tarif unterwegs waren - wir berichteten. Daraufhin folgte ein Artikel der Verbraucherzentrale Sachsen, der betroffenen Kunden dazu riet, die Umtarifierung nicht hinzunehmen, sondern stattdessen dagegen vorzugehen. Die Nachwehen halten bis heute an, wie die Verbraucherschützer nun berichten.

Verbraucherzentrale gibt Statusupdate

Tele Columbus: Anbieter soll Kunden mit Inkasso gedroht habenTele Columbus: Anbieter soll Kunden mit Inkasso gedroht haben Nachdem nun ein halbes Jahr vergangen ist, informiert die Verbraucherzentrale Sachsen in einem aktuellen Artikel mit dem Titel "Eine ganz schön lange Leitung!" über die Fortschritte und den Ärger betroffener Kunden, die sich dazu entschieden hatten gegen die Preiserhöhung vorzugehen. Laut den Verbraucherschützern mache es ihnen Tele Columbus allerdings nicht gerade leicht, ihr Vorhaben durchzusetzen. "Wer dieser Empfehlung gefolgt war, musste seither echte Standhaftigkeit beweisen, wie betroffene Tele-Columbus-Kunden uns inzwischen berichtet haben", informiert Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Auch an teltarif.de hatten sich betroffene Leser gewandt, deren Kündigungen zunächst nicht akzeptiert wurden.

Mahnungen und Drohungen von Tele Columbus

Doch neben dem üblichen Papierkrieg sollen betroffene Kunden auch "Zahlungserinnerungen und Mahnungen sowie Drohungen des Anbieters, die Sache ans Inkasso zu übergeben" erhalten haben. Zudem habe der Anbieter erste Kündigungen der Verträge und somit der Breitbandversorgung ausgesprochen.

Trotz dieser massiven Hürden rät die Verbraucherzentrale weiterhin dazu, sich gegen die Umstellung zu wehren und ungerechtfertigte Rechnungen nicht zu begleichen: "Wir raten betroffenen Tele-Columbus-Kunden, auch weiterhin die strittigen Forderungen an Tele Columbus nicht zu begleichen. Wenn das Unternehmen sich im Recht wähnt, muss es seine Forderung nach Vertragsänderung gerichtlich durchsetzen. Das hat es bis jetzt nicht getan", werden die Verbraucher ermutigt. Die rechtliche Einschätzung eines Anwalts haben wir in diesem Artikel eingeholt, der zu einem ähnlichen Schluss gekommen war.

Das Vorgehen von Tele Columbus sei laut der Verbraucherzentrale nicht neu, so habe der Anbieter bereits 2008 eine unzulässige Preiserhöhung unter dem Deckmantel Preisanpassung während der Vertragslaufzeit durchgeboxt.

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