Kulanz

teltarif hilft: Tele Columbus kommt Kunde nach Umstellung entgegen

Die geplante Zwangsumstellung auf den teureren Tarif bleibt für einen teltarif.de-Leser nahezu ohne Folgen. Zuvor hatten wir die Pressestelle von Tele Columbus zu seinem Fall kontaktiert.
Von Daniel Rottinger
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Bereits Ende April wurde die Tarifumstellung bei Tele Columbus publik. Kunden, die einen Internet-Only-Tarif bei dem Kabelnetz­betreiber abgeschlossen hatten, wurden am 1. Mai in einen teureren Kombi-Tarif umgestellt. Zunächst schien es, dass es sich bei den Betroffenen nur um Nutzer mit Altverträgen handelt, die bereits seit längerem Kunde bei Tele Columbus sind. Allerdings stellte sich vor einigen Tagen heraus, dass die Umstellung auch Neukunden betrifft.

Der Leser Herr Maier (Name von der Redaktion geändert) hatte erst am 10. März 2015 einen Internet-Only-Vertrag für monatlich 17,99 Euro bei Tele Columbus abgeschlossen. Für den Tarif hatte er sich bewusst entschieden, da er über den IP-Telefonie-Dienst sipgate Gespräche führt und daher keinen Kombi-Tarif mit Telefon-Anschluss benötigt.

Kunde wird auf neuen Tarif umgestellt

teltarif-hilftteltarif-Leser Herr Maier konnte geholfen werden Vor genau einer Woche erhielt er ein Schreiben von Tele Columbus, in dem er auf die Umstellung seines Tarifs aufmerksam gemacht wurde: Da der von ihm gewählte Internet-Only-Tarif nicht mehr zum Produktportfolio des Konzerns gehöre, stelle Tele Columbus seinen Internetvertrag zum 1. August auf die Kombi-Flat für monatlich 19,99 Euro um. Allerdings konnte der Kunde den vermeintlichen Mehrwert aus der Kombination von Telefon und Internet nicht erkennen, schließlich nutze er ja sipgate. In seiner E-Mail teilte er uns mit, dass er nicht bereit sei die Preis-Differenz von zwei Euro zu tragen.

Wie konnte es dazu kommen?

Doch wieso wurde dem Kunden noch im März 2015 ein Internet-Only-Tarif angeboten, der bereits wenige Wochen später - in einer ersten Welle - eingestellt wurde? Die Pressestelle bedauerte in ihrer Antwort das unglückliche Vorgehen:

"Im beschriebenen Fall erfolgte der Vertragsabschluss des Kunden relativ zeitnah vor der Tarifumstellung. Die Irritation des Kunden ist daher sicherlich nachvollziehbar. Da selbstverständlich jede Tarifumstellung zu einem bestimmten Stichtag eingeführt werden muss, lässt sich ein solcher Fall aber bedauerlicherweise nicht vermeiden."

teltarif hilft: (fast) alles beim Alten

Die monatlichen Mehrkosten, die sich durch die Umstellung ab dem 1. August ergeben, wollte der Kunde nicht hinnehmen. Er hatte uns bereits in seiner ersten Mail geschildert, dass er "nach längerer Diskussion" von Tele Columbus das Angebot erhalten habe, in den ersten 12 Monaten zwei Euro weniger zu bezahlen. Allerdings gab sich der Kunde damit nicht zufrieden und bat uns um Hilfe. Wir erkundigten uns daher bei der Pressestelle, ob Herr Maier auch für die vollen 24 Monate Vertragslaufzeit einen monatlichen Rabatt von zwei Euro erhalten könne, um so auf seinen alten Tarifpreis (17,99 Euro) zu kommen?

Heute antwortete uns die Pressestelle mit einem Kulanz-Angebot für den Leser:

"Nach Rücksprache mit unserem Fachbereich haben wir uns entschieden, im Falle von Herrn Maier eine Ausnahme zu machen." Es würde sich ein Tele-Columbus-Mitarbeiter bei Herr Maier melden und weitere Details mit ihm besprechen.

Die gewählte Kulanzregelung lässt vermuten, dass Tele Columbus gerade in diesem konkreten Fall ein Einsehen mit dem Kunden hat. Bei einer derart unglücklichen Umstellung hätte vermutlich eine nicht-monetäre Entschuldigung auch nicht wirklich ausgereicht - zumal es sich um einen 24-Monats-Vertag handelt.

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