Per-Plex

TCL Plex: Das erste Smartphone von TCL ausprobiert

TCL wird langsam zum Misch­konzern: In Deutsch­land waren bislang nur die Fern­seher und Sound­bars von TCL bekannt, nun kommen ein Smart­phone und Haus­geräte dazu. Und TCL feilt an weiteren Tech­niken.
Von der IFA in Berlin berichtet
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TCL ist ein chine­sischer Elek­tronik­konzern, der es längere Zeit nicht einfach hatte, sich auf dem in vielen Berei­chen gesät­tigten euro­päischen Markt zu etablieren. In den vergan­genen Jahren wurden in Deutsch­land immerhin Fern­seher und Sound­bars bekannt, mit diesen Produkten erobert TCL in Deutsch­land und anderen euro­päischen Ländern zuse­hends Markt­anteile.

Um einen Fuß in den umkämpften Smart­phone-Markt zu setzen, erwarb TCL zunächst die Smart­phone-Sparten von Alcatel und Black­berry und fertigte Geräte unter diesen Namen. Doch nun zur IFA 2019 traut sich TCL und bringt ein erstes Smart­phone unter seinem eigenen Namen nach Europa - das TCL Plex. Wir konnten es bereits auf der Messe auspro­bieren.

TCL Plex: Das Display nimmt die Lichtfarbe der Umgebung an
TCL Plex: Das Display nimmt die Lichtfarbe der Umgebung an

Ein Smart­phone für die bishe­rigen TV-Anwender

TCL Plex

Was kann TCL mit seinem Smart­phone noch für einen Blumen­topf gewinnen, nachdem aufgrund des über­sättigten Marktes bereits erste Smart­phone-Hersteller wieder das Hand­tuch geworfen haben? Auf der Pres­sekon­ferenz stellte TCL seine Kompe­tenz im Bereich der Display- und Audio­technik heraus. Außerdem habe man die Android-9-Benut­zerober­fläche des TCL Plex an die Ober­fläche der TCL-Fern­seher ange­passt.

Es sieht also so aus, als ob TCL gar nicht unbe­dingt ganz neue Kunden für sein Smart­phone gewinnen, sondern das Smart­phone über­wiegend seinen TV-Kunden empfehlen will, die mit dem Look and Feel von TCL-Produkten bereits vertraut sind. Das TCL Plex soll die naht­lose Steue­rung ausge­wählter TCL Smart-TVs dank der voll­stän­digen Inte­gration über TCL T-Cast, eine Fern­bedie­nungs- und Smart-TV-Assis­tent-App ermög­lichen. Zudem ist eine gleich­zeitige Verbin­dung mit bis zu vier Blue­tooth-Laut­spre­chern oder die Kopp­lung mit bis zu vier Blue­tooth-Kopf­hörern möglich.

Hauptkameras auf der Rückseite
Hauptkameras auf der Rückseite
Das 6,53-Zoll-Display hat TCL wie gesagt selbst gefer­tigt und es verfügt über eine außer­gewöhn­liche Hinter­grund­beleuch­tung. Denn diese passt sich nicht nur wie bei anderen Smart­phones in der Hellig­keit der Umge­bung an, sondern auch in der Farb­tempe­ratur. Ob das wirk­lich sinn­voll ist, davon waren wir im ersten Test nicht restlos über­zeugt. In der Messe­halle herrschte eine Mischung aus blauem und rotem Licht - und tatsäch­lich nahmen nun auch weiße Flächen auf dem Display eine leicht rosa­rote Färbung an. Das mag zwar augen­scho­nend sein - uns war es etwas zu dunkel und wir mussten die Hellig­keit manuell etwas höher stellen. Letzt­endlich muss man in einem ausführ­licheren Test noch bei Tages­licht auspro­bieren, ob das Feature wirk­lich sinn­voll ist oder eher nervt.
Konzept einer transparenten smarten Brille
Konzept einer transparenten smarten Brille

Rutschiges Gehäuse und drei Haupt-Kameras

Die äußere Hülle des TCL Plex ist auf den ersten Blick ordent­lich verar­beitet, aller­dings etwas glit­schig. Es ist komplett aus Glas gefer­tigt und in den Farben Opal­weiß und Obsi­dian­schwarz erhält­lich. Uns persön­lich wäre es etwas zu rutschig, bei uns würde das Smart­phone wohl in einem grif­figen Case verschwinden.

Die Triple-Haupt­kamera besteht aus einer 48-Mega­pixel-Haupt­kamera mit Sony-Sensor, einer Low-Light-Kamera und einer Ultra-Weit­winkel-Kamera. Insbe­sondere die Low-Light-Kamera soll nicht nur Fotos bei schlechtem Licht, sondern auch in der Dämme­rung und bei Nacht oder in dunklen Räumen aufge­nommene Videos deut­lich heller machen. Ob das stimmt, muss eben­falls ein Test zeigen. Das TCL Plex wird 329 Euro kosten.

TCL wagte auf der IFA auch schon einen Ausblick auf die Zukunft, die bei anderen Herstel­lern bereits begonnen hat. Der Konzern zeigte den Prototyp eines falt­baren Geräts, das aber noch nicht zum Anfassen ausge­stellt wurde. Inter­essanter war hingegen die Eigen­entwick­lung einer smarten Brille, die einfach nur den Bild­schirm des Smart­phones auf eine Brille über­trug. Gegen­über typi­schen, geschlos­senen VR-Brillen ist die Brillen-Studie von TCL aber absicht­lich trans­parent, sodass man gleich­zeitig vorbei­lau­fende Personen oder Haus­tiere beob­achten kann.

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