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WhatsApp: SMS-Alternative und VoIP-Telefonie

Der platt­form­über­grei­fende Messenger für Smartphones hat sich zur kostenlosen SMS-Alter­native ent­wickelt. WhatsApp ermöglicht sogar VoIP- und Video-Telefonie gratis. teltarif.de hat für Sie die Ende-zu-Ende-Verschlüs­selung, WhatsApp Call, WhatsApp Video Call und WhatsApp Web unter die Lupe genommen und informiert über Chat-Alternativen.
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WhatsApp als SMS-Alternative und VoIP-DienstWhatsApp als SMS-Alternative und VoIP-Dienst Mit dem WhatsApp-Messenger etabliert sich seit geraumer Zeit eine Alter­native zur herkömmlichen SMS. Der Anbieter macht es sich zunutze, dass viele User mittler­weile über eine mobile Internet­verbindung verfügen und verschickt hierüber die Nachrichten. Der Clou: Die aus­getausch­ten Nach­richten sind in der Regel nicht besonders groß, belasten das Daten­volumen also nicht so stark, können aber via Internet kostenlos über­mittelt werden. Außerdem ist der Messenger somit grundsätzlich netz- und tarif­unab­hängig verwendbar.

Die Standard-Version des WhatsApp-Messengers steht für viele verschiedene Smartphone-Betriebs­systeme bereit und kann über die jeweiligen App­stores oder die Seite des Anbieters heruntergeladen werden. Neben Einzel- und Gruppen­gesprächen ermöglicht WhatsApp auch das Versenden von Fotos, Videos, Sprachnachrichten, Geodaten und Kontakten.

Seit März 2015 wird dem User mit WhatsApp Call ein besonderes Feature angeboten: die Gratis-Nutzung von VoIP. Über die Vorteile und Hintergründe der VoIP-Telefonie können Sie sich im teltarif.de-Ratgeber VoIP: Telefonieren über das Internet informieren.

Im November 2016 ist WhatsApp Video Call - ein zusätzliches Feature für Video­telefonie offiziell gestartet. Die Funktion wird peu a peu für alle Kunden serverseitig freigeschaltet. Wichtig ist: WhatsApp verschickt keine Einladungen für WhatsApp Video Call. Sollten Sie eine solche erhalten haben, verbirgt sich dahinter höchst­wahrscheinlich ein Virus!

WhatsApp hat immer wieder Probleme mit dem Datenschutz

In Sachen Datenschutz ging WhatsApp auch in 2016 wieder unrühmliche Wege und wollte Nutzerdaten in Zukunft an Facebook weitergeben, um es dem Mutterkonzern über diesen Umweg zu ermöglichen, individuell zugeschnittene Werbung und Produkte zu platzieren und Freunde-Vorschläge zu verbessern. Übermittelt werden sollten neben der Telefon­nummer des Nutzers auch Informationen darüber, wie häufig WhatsApp vom Kunden genutzt wird.

Auch nach zahlreichen Abmahnungen von Verbraucher­schützern und Widersprüchen gegen diese Praxis und selbst nachdem eine Anordnung gegen Facebook vorm Verwaltungsgericht Hamburg erwirkt werden konnte, sah sich Facebook im Recht. Laut Gericht waren jedoch die Widerspruchsmöglichkeit der Kunden zu eingeschränkt, denn Nutzer konnten zwar gegen eine Datenweitergabe zu Werbezwecken und für Freunde-Vorschläge widersprechen, aber nicht der Übermittlung ihrer Telefonnummer bei der Nutzung von WhatsApp.

Seit November 2016 hat Facebook die angekündigte Datenweitergabe in Europa vorerst ausgesetzt. Nun wird allerdings seitens der Europäischen Kommission geprüft, ob Facebook falsche Angaben bei der WhatsApp-Übernahme in Bezug auf die Möglichkeit des Datenabgleichs beider Dienste getätigt hat.

Ein großes Manko bei WhatsApp ist also nach wie vor der Datenschutz: Schon seit längerem steht WhatsApp in der Kritik, da der Messenger auf einige Kommunikationsdaten wie das Adressbuch zugreift und diese an US-Server weiterleitet. In den USA gelten schließlich andere Gesetze und Richtlinien als für hiesige Server. Welche Daten tatsächlich und womöglich dauerhaft von WhatsApp gespeichert werden, ist nicht ganz klar.

WhatsApp führt vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüs­selung ein

Dabei hatte der Messenger-Dienst erst im April 2016 mit einem Software-Update die vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüs­selung bei WhatsApp für alle gängigen Smartphone-Betriebs­systeme umgesetzt. Damit kann nun auch in Gruppenchats sicher kommuniziert werden. Versendete Nachrichten sind nur noch seitens der jeweiligen Kommuni­kations­teilnehmer lesbar und können weder von WhatsApp noch von anderen im Nachhinein entschlüsselt oder wiederhergestellt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Beteiligten die neueste WhatsApp-Version verwenden. Die verschlüsselte Kommunikation ist somit fester Bestandteil des Messengers geworden, erfordert keine umständliche Einrichtung und kann nicht deaktiviert werden. Darin liegt ein großer Vorteil gegenüber dem kostenlosen E-Mail-Versand. In der Beta-Version von Whatsapp ist außerdem eine Zusatzfunktion enthalten, mit der Nutzer sogar bereits verschickte WhatsApp-Nachrichten nach­träg­lich löschen können.

WhatsApp ist zudem wieder komplett kostenlos, womit Facebook seine vorüber­gehende Abo-Politik widerrufen hat: Zwischenzeitlich wurde nach der einjährigen Gratis-Nutzung eine geringe Jahres­gebühr fällig. Darüber hinaus ist der Messenger auch als Browser-Version WhatsApp Web verfügbar und kann per Google Chrome mit allen Smartphone-Betriebs­systemen (auch dem iPhone) verwendet werden. Der native Client steht für die Desktop-Anwendung von WhatsApp für PC und Mac ab Windows 8 und OS X 10.9 bereit und funktioniert genauso wie WhatsApp Web.

Mittlerweile hat WhatsApp für ältere und nur noch wenig genutzte mobile Betriebs­systeme den Support eingestellt - betroffen sind unter anderem Android 2.1 und 2.2, alle Versionen vor iOS 7 sowie einschließlich Windows Phone 7.

Aktuelle Infos per WhatsApp

Seit einiger Zeit bieten diverse News-Seiten auch den Service an, ihre Leser per WhatsApp über aktuelle Ereignisse zu informieren. Möglich macht dies der Broadcast-Service von WhatsApp. Dabei werden mehrere Nutzer, die in einer Gruppe zusammengefasst werden, zeitgleich mit derselben Message versorgt. WhatsApp-User können ebenfalls Broadcast-Nachrichten versenden, die Zahl der gleichzeitig erreichbaren Nutzer ist dabei allerdings begrenzt.

Auch teltarif.de bietet einen solchen Service an und nutzt dafür die Dienste von WhatsBroadcast. Wie Sie sich für dieses Feature anmelden können, um regelmäßig aktuelle Infos und News von uns zu erhalten, erklären wir Ihnen auf einer weiteren Seite.

Gibt es Alternativen zu WhatsApp?

In der Vergangenheit gab es mehrere Versuche von verschiedenen Anbietern, eigene Messenger als Alternative zu WhatsApp zu etablieren – häufig allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Über einige dieser WhatsApp-Konkurrenten sowie über weitere SMS-Alter­nativen informieren wir Sie in unserem Ratgeber rund um das Thema Mobile Messaging.

WhatsApp Call: VoIP per Smartphone kostenlos nutzen

Mit WhatsApp Call kann der Nutzer andere WhatsApp-Kunden kostenlos per VoIP anrufen und zwar mit einem Android-Smartphone, iPhone, Blackberry 10 oder Windows Phone (ab der OS-Version 8.1 bzw. mit Windows 10 Mobile).

Die wichtigsten Einstellungen und Features des Dienstes hat teltarif.de mit einem Android-Handy getestet und in Bildern zusammengetragen. In einem ausführlichen Testbericht erfahren Sie außerdem Details zu WhatsApp Call mit Android und Blackberry und wir haben uns WhatsApp Call mit iPhone und Windows Phone im Vergleich angesehen.

Generell erscheint nach der Freischaltung von WhatsApp Call im Chat-Menü von WhatsApp das typische Telefonhörer-Symbol, mit dem anschließend auch die Anrufe ausgeführt werden können.

WhatsApp Video Call: Neue Funktion für Videoanrufe

WhatsApp Video Call
WhatsApp Video Call (Logo)WhatsApp Video Call (Logo) Diese Funktion wird für WhatsApp-Kunden erst nach und nach seitens des Anbieters freigeschaltet. Voraus­gesetzt, sowohl Anrufer als auch Angerufener haben die aktuelle WhatsApp-Version auf ihrem Smartphone installiert, können Besitzer eines Android-Smart­phones die Videotelefonie-Funktion dann ab der Version 4.1 über das Telefonhörer-Symbol im Chat mit einem Kontakt aus der Kontaktliste aufrufen. Mit einem iPhone ab iOS 8.0 erscheint ein Video-Symbol oben im Chat-Fenster. Windows-Phone-Nutzer ab der OS-Version 8.1 wählen ebenfalls im Chat-Fenster erst das Telefonhörer-Symbol und dann Videoanruf aus. Zu beachten ist, dass das neue Feature wesentlich mehr Datenvolumen in Anspruch nimmt als Sprachanrufe mit WhatsApp.
So sieht ein WhatsApp-Videoanruf in Aktion aus.
So sieht ein WhatsApp-Videoanruf in Aktion aus.

Spam-Mails, Datenschutzprobleme und Zusatzkosten

Vor allem bei der Einführung neuer Funktionen wie WhatsApp Call und WhatsApp Video Call gibt es immer wieder Berichte über den Versuch dubioser Geschäfte­macher, mittels Spam-Mails (getarnt als offizielle Mitteilung von WhatsApp) den Nutzer per Link beispielsweise zur Installation von Malware oder dem unbeab­sich­tigten Abschluss eines teuren Abos zu verleiten.

Obwohl WhatsApp mit einer vollständigen Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­selung nachgebessert hat, haben einige Datenschutzprobleme nach wie vor Bestand. Die mutmaßliche Verknüpfung von Login-Daten des Users mit der IMEI-Geräte­nummer sowie die Verwendung eines geschlossenen Quellcodes stellen auch weiterhin Sicherheitsrisiken dar. Wie bereits erwähnt, sorgt insbesondere der automatische Zugriff auf das Telefonbuch des Nutzers sowie der damit verbundene Abgleich der Nutzerdaten, deren Verarbeitung und Speicherung immer wieder für Furore.

Darüber hinaus sollten mögliche Zusatzkosten im Auge behalten werden, die unter anderem bei der Nutzung mobiler Internet-Tarife mit begrenztem Daten­volumen sowie per Roaming im Ausland anfallen können.

WhatsApp gehört seit 2014 Facebook

Im Februar 2014 hatte Facebook den Dienst übernommen. Auch wenn der Kauf­preis von fast 22 Milliarden Euro für WhatsApp absurd hoch erscheint, ist die Kauf-Ent­scheidung für Facebook durchaus sinnvoll, denn beide Applika­tionen bieten fast dieselben Funktionen: So inte­grier­ten Anfang 2013 sowohl Facebook als auch WhatsApp die Möglich­keit, auf­ge­nom­mene Sprach­nach­richten zu versenden. Zudem bringt WhatsApp eine Viel­zahl von Nutzern mit: Zum Jahresbeginn 2014 waren es bereits über 450 Millionen, im Jahr 2016 insgesamt über eine Milliarde aktive Nutzer und täglich 42 Milliarden versendete Nachrichten. Dennoch suchen viele Handy-Besitzer, insbesondere seit der WhatsApp-Übernahme durch Facebook, nach alternativen Smart­phone-Messengern.

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