Vectoring

VDSL Vectoring: 100 MBit/s per Kupferkabel sind da

Mit VDSL Vectoring wollen die Deutsche Telekom und andere Netzbetreiber ihre VDSL-Netze deutlich ausbauen und schneller machen. Dabei kommt es zwischen den Netzbetreibern zu einem Rennen um die Kabelverzweiger, die ausgebaut werden, denn pro Kabelverzweiger kann nur ein Anbieter Vectoring ausbauen.
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Mit VDSL Vectoring werden die VDSL-Netze der verschiedenen Anbieter deutlich schneller. Statt 50 MBit/s im Downstream sind mit Vectoring 100 MBit/s möglich. Zum Einsatz kommt Vectoring vor allem bei der Telekom, doch auch andere Anbieter setzen VDSL Vectoring ein. Allerdings kann pro Kabelverzweiger nur ein Anbieter die Technik einsetzen - alle anderen müssen Vorleistungen bei diesem einkaufen, wollen sie die Kunden in diesem Gebiet versorgen.

Technisch und regulatorisch war der Ausbau nicht unumstritten. Dabei ging es fast zwei Jahre lang um das Problem, dass pro Kabelverzweiger nur ein Anbieter das Netz ausbauen kann. Die Alternativanbieter hatten befürchtet, dass die Telekom sämtliche Verteilerkästen blockiert und sie selbst daher nicht ausbauen können. Es wurden jedoch Regelungen gefunden, die das verhindern sollen. Außerdem muss die Telekom ihren Mitbewerbern in Ausbaugebieten einen Bitstream-Zugang gewähren. Das gilt auch umgekehrt für die Wettbewerber.

Die nächste Schlacht spielte sich um den Nahbereich der etwa 7900 Vermittlungsstellen ab. Die Telekom wollte die etwa 6 Millionen Anschlüsse, in denen Vectoring bis dato nicht zulässig warm exklusiv mit Vectoring versorgen. Nach etwa zwei Jahren hat sie diesen Ausbau weitgehend exklusiv genehmigt bekommen.

In Deutschland wird Breitbandausbau in vielen Gebieten auch finanziell gefördert. VDSL Vectoring darf hier aufgrund von EU-Auflagen nicht eingesetzt werden. In Kabelverzweigern wie diesen wird VDSL realisiertIn Kabelverzweigern wie diesen wird VDSL realisiert Vectoring wird von allen Anbietern, die primär Glasfaser bis zu den Gebäuden der Kunden ausbauen wollen, als Brückentechnologie gesehen. Sie fühlen sich durch den Vectoring-Ausbau behindert, der Ausbau schneller und günstiger ist, als ein direktes Glasfaserkabel zu verlegen. Allerdings müsste in einigen Jahren in Vectoring-Gebieten erneut investiert werden, wenn die Glasfasernetze weiter ausgebaut werden müssten. Inzwischen gibt es aber auch schon erste Bestrebungen VDSL Vectoring noch schneller zu machen. Dabei ist von 250 MBit/s und mehr die Rede.

Alle Meldungen zum Thema finden Sie in der nachfolgenden, stets aktualisierten Newsliste. Mehr Informationen zu Kabelverzweigern (wie auf dem obigen Foto abgebildet) und was sich sonst in den grauen Kästen am Straßenrand verbirgt, erfahren Sie in einer Bilderstrecke.

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