Kitkat

Android 4.4 Kitkat: Google sorgte für Schoko-Überraschung

Nachdem lange der Name "Key Lime Pie" für den Jelly-Bean-Nach­folger im Umlauf war, sorgte Google mit der offi­ziellen Ankün­digung von Android 4.4 mit dem Code­namen Kitkat für Über­raschung. Wir zeigen, was diese Android-Version brachte.
Von Hans-Georg Kluge / Susanne Kirchhoff
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Android 4.4. Kitkat Der Schokoriegel "Kitkat" ist Namensgeber für Android 4.4.
Bild: Google
Der Nach­folger der Android-Version Jelly Bean hieß Kitkat statt Key Lime Pie. Die Wahl der Versi­onsnummer 4.4 anstatt des erwar­teten großen Sprungs auf 5.0 deutete schon an, dass Google nur wenige bahn­brechende Verän­derungen imple­mentiert hatte. Dennoch wurde Android 4.4 eine sehr erfolg­reiche Version, denn einige span­nende und lange über­fällige Neue­rungen brachte das System mit.

Wir zeigen, was Google in Android 4.4 einge­baut hatte und warum Kitkat dennoch ein kleiner Wider­spruch in sich war.

Verbes­serungen an der Ober­fläche

Android 4.4. Kitkat Der Schokoriegel "Kitkat" ist Namensgeber für Android 4.4.
Bild: Google
Zahl­reiche Ände­rungen betreffen die Ober­fläche des Systems. Apps konnten nun einen Trans­parenz-Effekt unter der Benach­rich­tigungs­leiste und den Navi­gations-Buttons erzeugen und so noch mehr Bild­schirm­fläche nutzen. Einige System-Apps hatten eine drin­gend benö­tigte Auffri­schung erhalten - so zum Beispiel die allge­meine E-Mail-App oder die Down­load-App. Schal­tete eine App in den Immer­sive-Mode, blen­dete Android die Benach­rich­tigungs­zeile und die Soft­ware-Buttons aus. Hilf­reich war das für Reader-Apps oder Spiele - die App musste dies aber explizit unter­stützen.

Ab Android 4.4 lässt sich die Standard-SMS-App auswählen. Ab Android 4.4 lässt sich die Standard-SMS-App auswählen.
Screenshot: teltarif.de
Mit Android 4.4 konnten Nutzer nun eine Stan­dard-SMS-App fest­legen. Damit stellte Google einige bereits länger bestehende - aber inof­fizi­elle - Möglich­keiten in puncto SMS-Empfang und -Versand auf stabile Füße. Die erste App, die dies unter­stützte, war Hangouts. In den Schnell­einstel­lungen gab es nun einen Zugriff auf Standort-Einstel­lungen. Dort hatten die Entwickler die Beschrei­bung der Konfi­gura­tion verständ­licher formu­liert.

Android unter­stützte mit Kitkat Infrarot-Sender direkt. In vielen High-End-Smart­phones und Tablets dient ein solcher Sender dafür, Fern­seher oder andere Hifi-Geräte zu steuern. Wer Android für Büro­ange­legen­heiten nutzen möchte, hat Zugriff auf eine in das System inte­grierte Druck­funk­tion.

Für Nutzer von Spei­cher­karten hatte sich mit Android 4.4 eine ganze Menge geän­dert - voll­stän­diger Schreib­zugriff war nicht mehr möglich, sodass der interne Spei­cher für Kitkat-Smart­phones und Tablets größer dimen­sioniert sein musste. Die tech­nischen Hinter­gründe und Lösungen des Kitkat-Spei­cher­karten-Problems hatten wir für Sie zusam­menge­stellt.

In den Tiefen des Systems: Besserer Schutz gegen Malware

Hangouts kann SMS versenden und empfangen. Hangouts kann SMS versenden und empfangen.
Bild: teltarif.de
An der Sicher­heits­schraube hatte Google inso­fern gedreht, als dass die Sicher­heits-Kompo­nente SELinux schär­fere Restrik­tionen vorsah. An vielen Stellen gab es Geschwin­digkeits­verbes­serungen, so zum Beispiel an der Verar­beitung von Touch­screen-Signalen oder an der Audio-Wieder­gabe. Apps nutzten eine schnel­lere Darstel­lungs-Engine, wenn Webin­halte ange­zeigt werden sollten.

Auch am Spei­cher­verbrauch des Systems hatte Google gear­beitet. Alle wich­tigen System­dienste verbrauchten weniger Arbeits­spei­cher, sodass Kitkat auch auf Geräten mit 512 MB RAM schnell laufen sollte. Diese Ände­rung sollte Nutzern älterer Smart­phones aber keine Hoff­nung machen: Ein offi­zielles Update wurde es wohl nur in wenigen Fällen geben - ein kleiner Wider­spruch in sich, denn es war zu erwarten, dass lang­fristig Smart­phones auch in der Einstei­gerklasse mit 1 GB Arbeits­spei­cher ausge­stattet sein sollten.

Nexus 5: Das Refe­renz-Smart­phone zur neuen Android-Version

Google stellte am 31. Oktober 2013 nicht nur eine neue Android-Version vor, sondern auch das Refe­renz-Smart­phone Google Nexus 5, das von LG gefer­tigt wurde. Dank Snap­dragon 800 handelte es sich hierbei um ein High-End-Smart­phone. Zum Verkaufs­start begannen die Preise bei 349 Euro für das Modell mit 16 GB Spei­cher. Alle tech­nischen Details zum Nexus 5 finden Sie in unserer Handy-Daten­bank. In unserem Test des Nexus 5 erfahren Sie, ob Google seiner­zeit ein gutes Smart­phone für den Alltag vorge­legt hatte.

Das bringt der Kitkat-Nach­folger

Der Nach­folger von 4.4 Kitkat hieß Lollipop. Er wurde von Google am 15. Oktober 2014 vorge­stellt. Details und aktu­elle Meldungen zu dieser Version finden Sie auf unserer Themen­seite zu Android 5.0 Lollipop.