Fernsehen

freenet TV: Pay-TV über Antenne

Wer über DVB-T2 mehr als nur die öffentlich-rechtlichen Sender empfangen will, kommt um freenet TV nicht herum. Wir erklären nicht nur, woran man passende Geräte erkennt, sondern auch, welche Alternativen es zu DVB-T2 gibt.
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Eine der größten Veränderungen, die die Umstel­lung des Antennen­fern­sehens von DVB-T auf DVB-T2 mit sich bringt, resultiert aus der Entscheidung der privaten Fernseh­sender, ihr Programm zu verschlüsseln und es unter der Marke freenet TV als Pay-TV anzubieten. Für den Empfang von RTL, Sat.1, Pro 7, etc. wird daher ein kosten­pflichtiges Abonnement benötigt.

Das braucht man für freenet TV:

Um das Angebot von freenet TV nutzen zu können, gibt es einige Voraus­setzungen, die beachtet werden wollen. Sollten Sie nur die ersten beiden Voraus­setzungen erfüllen, sind Sie immer­hin bereits gerüstet für den Empfang der öffentlich-rechtlichen, sowie einiger unver­schlüsselter privater Sender. Für das voll­ständige Programm müssen hingegen alle vier Anforderungen erfüllt werden:

    DVB-T2: Beim Kauf von Fernsehern und Receivern auf dieses Logo achten!DVB-T2: Beim Kauf von Fernsehern und Receivern auf dieses Logo achten!
  • Der Fernseher oder der Receiver muss sowohl DVB-T2 als auch den in Deutschland ver­wen­deten Standard HEVC unter­stützen. Letzterer wird nicht in al­len Ländern ver­wendet, daher ist davon ab­zu­raten, ein DVB-T2-fähiges Gerät aus dem Ausland zu kaufen. Dieses mag viel­leicht günstiger erscheinen, ent­puppt sich jedoch als heraus­ge­worfenes Geld, wenn der Bild­schirm schwarz bleibt. In Deutschland werden passende Geräte mit dem grünen DVB-T2-Logo verkauft. Auf dieses sollten Sie also unbedingt achten.
  • Um Antennen­fernsehen empfangen zu können, wird selbst­redend auch eine Antenne benötigt. Es gibt Haus- und Zimmer­antennen. Die einen werden auf dem Dach installiert, die anderen sind deutlich kleiner und dafür geeignet, in Wohn­räumen aufge­stellt zu werden. Anders als bei Fern­seher und Receiver gibt es bezüglich DVB-T2 keine Besonder­heiten zu beachten. Wer also bisher über Antenne Fern­sehen empfangen hat, muss sich keine neue anschaffen.
  • freenet LogoDas freenet-TV-Logo zeigt, ob ein Gerät die richtige Entschlüsselungsmethode beherrscht.
  • Zur Ent­schlüssel­ung des freenet-TV-Angebots müssen Fernseher oder Receiver über ein integriertes Irdeto-Zugangs­kontroll­system verfügen. Ob dies der Fall ist, zeigt ein weiteres Logo: Diesmal das von freenet selbst. Falls keines der Geräte dieses Logo aufweist, kann mit einem eigens von freenet ver­triebenen CI-Plus-Modul nach­gerüstet werden. Dieses setzt jedoch einen CI-Plus-Schacht am Receiver oder auf der Rück­seite des Fern­sehers voraus.
  • Die letzte Voraussetzung ist das bereits erwähnte Abonnement bei freenet TV. Dieses kann man als Jahres- und als Monats­abonnement buchen.

freenet TV: Ein Grund mehr für ein Netflix-Abo?

Wenig Verständnis hat die Einführung des DVB-T2-Bezahlfernsehens bei den Verbrauchern hervorgerufen. Da sich die privaten Sender nach wie vor haupt­säch­lich durch Werbung finanzieren, ist die Frage berechtigt, ob man wirklich auch noch Geld dafür ausgeben will, sich die zahlreichen Werbe­unter­brechungen ansehen zu dürfen. Ebenso berechtigt ist die Frage nach Alternativen zu freenet TV. Diese gliedern sich in zwei Kategorien: nicht-lineares und lineares Fern­sehen.

Als nicht-lineares Fern­sehen werden beispiels­weise alle Streaming-Dienste (Netflix, Amazon Prime, etc.) bezeichnet. Diese kosten jedoch auch Geld - und zwar ähnlich viel wie das freenet-TV-Abo. Werbe­unter­brechungen gibt es hier allerdings keine.

Streaming ist nicht nur eine Sache für den PC- oder Laptop­bildschirm: Mit Smart-TVs oder HDMI-Sticks wie Amazon Fire TV lassen sich die Internet-Videos auch auf dem Fern­seher ansehen.

Lineare Alternativen

Als linear wird das klassische, an Sender und Programme gebundene Fern­sehen bezeichnet. Neben Antennen­fernsehen gibt es drei weitere Empfangs­möglichkeiten:

  1. Fernsehen via Kabel (DVB-C)
  2. Fernsehen via Satellit (DVB-S)
  3. Fernsehen via Internet (IPTV)
Ähnlich wie beim Antennen­fernsehen sind bei diesen Alternativen die privaten Sender nur gegen Gebühr empfang­bar. Die einzige Aus­nahme ist das Satelliten­fernsehen: Hier sind die privaten Sender in SD-Qualität kostenfrei, will man aller­dings HD-Qualität, muss man zahlen.

Mehr Details zu den verschiedenen Möglich­keiten, Fernsehen zu empfangen, haben wir in unserem Rat­geber Fernsehen über Satellit, Kabel, Antenne oder IPTV zusammen­gefasst.

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