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Qual der Wahl: Netbook oder Tablet?

Computerhersteller arbeiten an Antworten auf das iPad
Von dpa / Marie-Anne Winter
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Mehrere Computerhersteller bereiten zurzeit ihre Antwort auf das iPad vor. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin ist Anfang September vermutlich noch nicht viel davon zu sehen. Für die nächsten Monate sind aber mehrere Modelle in unterschiedlichen Größen und Designs angekündigt. So arbeitet Microsoft mit mehreren Partnern zusammen, um kleine Tablet-Computer mit Windows 7 zu entwickeln. Vorstandschef Steve Ballmer nannte unter anderem Asus, Dell, Sony, Hewlett-Packard und Lenovo. Für Microsoft ist das nicht der erste Anlauf mit dem Notizblock-Computer: Die ersten Modelle ab 2001 haben sich vor allem an Geschäftskunden gerichtet.

Die Frage nach der Wahl zwischen Tablet-Computer und Netbook beantwortet sich in der Regel von selbst, wenn dem Nutzer klar ist, was er mit dem Gerät tatsächlich machen möchte. Computerspiele können mit dem Finger auf einem iPad in der Regel besser gesteuert werden als auf dem Mini-Notebook. Und auch als Lesegerät für elektronische Bücher (E-Books) biete sich eher ein Tablet an. Hauptvorteil ist aber die schnelle Verfügbarkeit nach dem Einschalten - beim Tablet drückt auf den Knopf, und es läuft. Asus EeePC 4G mit Windows XPAsus EeePC 4G mit Windows XP

Die Netbooks haben sich in den vergangenen Jahren von ihrem ursprünglich eingeschränkten Verwendungszweck weiterentwickelt. Zu Preisen ab 200 Euro - und damit deutlich billiger als ein iPad (ab 500 Euro) - bietet ein Netbook fast alles, was ein Computer heute kann - mit der Einschränkung der geringeren Rechenleistung und Bildschirmauflösung. Die nächste Leistungsstufe könnte mit neuen Doppelkernprozessoren der Atom-Serie von Intel kommen. Die Frage ist, wann die ersten Geräte damit auf den Markt kommen.

Auch Netbooks werden immer ausdauernder

Mit einer Akkulaufzeit bis zu zehn Stunden ist das iPad recht ausdauernd. Bei Netbooks reicht die Batterie bislang meist bis zu sieben Stunden. Einige neue Modelle versprechen aber bereits zehn Stunden und mehr - "gerade bei Netbooks ist die Akkulaufzeit ein entscheidender Faktor", sagt Samsung-Manager Dirk Neuneier. Deutliche Unterschiede gibt es beim verfügbaren Datenspeicher. Während Netbooks meist eine Festplatte mit Platz für 160 oder 250 Gigabyte haben, kann das iPad nur 16 bis 64 Gigabyte fassen. Die einzige Erweiterung bieten Datenspeicher im Internet - weil das iPad keine USB-Schnittstelle hat, können keine externen Datenträger angedockt werden. In diese Lücke wollen die angekündigten Tablet-Computer anderer Hersteller stoßen.

"Ein Pad wird genutzt, um auf die Schnelle Inhalte zu kommunizieren", erklärt Produktmanager Jörg Wissing vom Netbook-Pionier Asus. "Wer produktiv arbeiten will, ist mit einem Netbook sicherlich besser bedient." Der taiwanische Hersteller will denn auch für beide Kategorien von Geräten produzieren und bereitet unterschiedlich große Tablet-Computer vor. "Wir sind in der Entwicklungsphase und halten Augen und Ohren offen, was die Anwender brauchen", sagt Wissing. "Das schnelle Ein- und Ausschalten ist sicherlich ein Thema. USB ist geplant, die Entscheidung beim Betriebssystem ist noch offen."

Auf der nächsten Seite können Sie lesen, was weitere Erfolgsfaktoren für die mobilen Mini-Rechner sein werden.

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