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VoIP-Option von T-Mobile in den meisten Tarifen für 14,95 Euro

Offenbar nur wenige Kunden bekommen die Option für 9,95 Euro
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Anfang Juni hat T-Mobile eine kostenpflichtige Option angekündigt, mit der es den Kunden ermöglicht werden soll, mit dem Handy über das Internet-Protokoll zu telefonieren. Technisch funktionieren VoIP und Skype zwar in allen deutschen Mobilfunknetzen. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu den Datentarifen untersagen jedoch bislang die VoIP-Nutzung.

Hatte T-Mobile im Juni Preise "ab 9,95 Euro" im Monat angekündigt, mit denen die Kunden offiziell grünes Licht für die VoIP-Nutzung am Handy erhalten, so veröffentlicht das Onlineportal iFun nun Details zum Angebot, das den Angaben zufolge ab 1. September erhältlich sein wird.

VoIP-Option für 9,95 Euro nur in "teuren" Tarifen

Demnach ist die VoIP-Option für 9,95 Euro nur in den Tarfen Combi Relax 1200, Combi Flat L, Complete 1200 und Complete L zu bekommen. Das sind Preismodelle mit monatlichen Grundkosten zwischen 89,95 und 119,95 Euro. In allen anderen Combi-Relax-, Combi-Flat- und Complete-Tarifen verlangt T-Mobile monatlich teure 14,95 Euro Aufpreis zum ohnehin in den Tarifen enthaltenen Datenpaket.

Kunden, die andere Tarife - beispielsweise eine Max-Flatrate - nutzen, können die Option vorerst nicht buchen und für Nutzer eines Apple iPhone mit Complete-Tarif ist das Angebot in der Praxis nutzlos. Apple lässt für den AppStore bislang keine Programme zu, die die Internet-Telefonie über das UMTS-Netz ermöglichen. Wer sein iPhone nicht per Jailbreak für die Installation inoffizieller Software öffnet, kann demnach nur bei WLAN-Funkversorgung über VoIP telefonieren.

Sechs Monate Mindestlaufzeit

Sollte sich der iFun-Bericht bestätigen, so hätte die VoIP-Option - ähnlich wie die anderen Datenoptionen von T-Mobile - eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten. Abzuwarten bleibt ferner, zu welchen Konditionen Vodafone und o2 die Internet-Telefonie in ihren Netzen zulassen werden. Beide Netzbetreiber haben ebenfalls eine VoIP-Freigabe angekündigt.

E-Plus untersagt zwar die VoIP-Nutzung von Providern, die das SIP-Protokoll nutzen. Zum Start der ersten UMTS-Flatrate auf dem deutschen Mobilfunkmarkt im Sommer 2005 ging der Anbieter jedoch eine Kooperation mit Skype ein, die den Kunden zumindest die Skype-Nutzung über das E-Plus-Netz offiziell ermöglicht hat. Später wurde das Angebot zwar nicht weiter beworben, allerdings hat E-Plus auch nie ein Ende der Zusammenarbeit mit Skype verkündet.

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