Quartalszahlen

T-Mobile USA verdient wieder Geld und gewinnt Kunden

T-Mobile USA macht wieder Gewinn. Nach dem Zusammenschluss mit MetroPCS ist der Mobilfunk-Anbieter, auch dank seines Tarifmodells, wieder auf Wachstumskurs. Dazu schaffte T-Mobile unter anderem die subventionierten Handykäufe ab. Auch das Daten-Roaming ist teilweise kostenlos.
Von Kaj-Sören Mossdorf mit Material von dpa
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Die radikale Neuaufstellung der Telekom-Tochter T-Mobile USA trägt Früchte. Auch im zweiten Quartal hielt dank günstigerer Tarife der starke Kundenzustrom an, der Umsatz stieg und am Ende verdiente das Unternehmen auch wieder Geld. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 391 Millionen Dollar übrig (292 Mio Euro), wie T-Mobile USA heute mitteilte. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 54 Millionen Dollar angefallen.

T-Mobile USA bewirbt sich als The Un-carrierT-Mobile USA: The Un-carrier "Wir sind stolz, der am schnellste wachsende Mobilfunkanbieter in Amerika zu sein", erklärte Firmenchef John Legere am Sitz in Bellevue im Bundesstaat Washington. Allein im vergangenen Quartal kamen 1,5 Millionen Kunden hinzu, 908 000 davon mit den besonders lukrativen Monatsverträgen. Die Zahl setzt sich dabei aus 579 000 Telefon- und 329 000 Tablet-Kunden zusammen. Damit kam die Telekom-Tochter Ende Juni auf insgesamt 50,5 Millionen Kunden. Ein Teil der Kunden dürfte wohl vom Konkurrenten Sprint kommen, der im Telefon-Geschäft Kunden verlor und dies nur teilweise durch sein Tablet-Geschäft auffangen konnte.

T-Mobile USA war mit dem Wettbewerber MetroPCS fusioniert, um Löcher im Netz zu stopfen und besser mit den größeren Rivalen konkurrieren zu können. Die Telekom-Tochter schaffte danach die subventionierten Handykäufe ab und senkte im Gegenzug die Tarife. Das ganze begleitete Firmenchef Legere mit markigen Sprüchen gegen die Konkurrenz. Er erwartet nun im Gesamtjahr bis zu 3,5 Millionen neue Vertragskunden, nachdem er bislang von maximal 3,3 Millionen ausgegangen war.

Einen Verkauf der Sparte an AT&T war zuvor gescheitert. Die Übernahme sollte der Telekom 39 Milliarden USA-Dollar einbringen, war aber von den USA-Kartellwächtern verhindert wurden. Sie befürchteten eine zu massive Schwächung des Wettbewerbs.

Kostenloses Daten-Roaming

Geholfen haben dürfte der Telekom-Tochter auch das Tarif-Angebot. In den Simply-Choice-Tarifen, die zu Preisen von umgerechnet 37 Euro starten, ist ein kostenloses Daten-Roaming im Ausland enthalten. Die Geschwindigkeit der Verbindung ist zwar auf EDGE-Niveau gedrosselt, dies reicht aber immer noch für den Abruf von E-Mails oder den Versand von WhatsApp-Nachrichten. Auch der SMS-Versand in 100 Staaten ist kostenlos. Telefonate und Textnachrichten innerhalb der USA sind gänzlich kostenlos. Für Telefonate im Ausland fallen relativ günstige 20 US-Cent an, was circa 15 Euro-Cent sind.

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