Fusionsgespräche

T-Mobile US und Sprint nehmen Fusionsgespräche wieder auf

Die gute Entwicklung von T-Mobile US und ihr Börsenwert macht die Telekom selbstbewusst. Nach einem halben Jahr Pause nimmt der Konzern nun wieder Fusionsgespräche mit dem Rivalen Sprint auf und befindet sich in einer Ausgangslage, die kaum besser sein könnte.
Von dpa /
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T-Mobile USEin T-Mobile-Shop in den USA. Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat die Fusionsverhandlungen mit dem Rivalen Sprint einem Medienbericht zufolge wieder aufgenommen. Die Gespräche seien jedoch noch nicht weit fortgeschritten, und es sei unklar, welche Bedingungen den Unternehmen vorschwebten, schrieb das Wall Street Journal am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. T-Mobile und Sprint äußerten sich zu dem Bericht zunächst nicht.

Milliardenschwerer Börsenwert

Eigentlich hatten die Telekom und der japanische Technologiekonzern Softbank das Ringen um eine Fusion ihrer US-Mobilfunktöchter erst vor fünf Monaten offiziell eingestellt. Die Telekom wollte damals die Mehrheit und die Aufsicht über das Unternehmen nach einer Fusion behalten. Der Softbank-Chef Masayoshi Son aber wollte sich lange nicht auf die Konditionen einlassen. So beschloss nach mehreren Entgegenkommen die Telekom dann ihrerseits, den Deal abzublasen.

Die Parteien beschnuppern sich schon lange - sollte der Bericht stimmen, so wäre es bereits das dritte Mal in vier Jahren, dass eine Fusion ausgelotet wird.

An der Börse ließ der Bericht die Aktien von Sprint um mehr als 20 Prozent steigen. Die Papiere von T-Mobile legten um sieben Prozent zu. Damit ist T-Mobile US an der Börse 40,7 Milliarden Euro wert, Sprint 16,7 Milliarden Euro. Schließen sich die beiden Unternehmen zusammen, haben sie gemeinsam fast so viele Kunden wie die führenden US-Telekommunikationsanbieter AT&T und Verzion.

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