US-Markt

T-Mobile US diskutiert Fusion mit Sprint

Die US-amerikanischen Mobilfunk-Anbieter Sprint und T-Mobile US wollten schon unter Obama fusionieren und bekamen eine Absage. Unter Trump könnte die Fusion nun gelingen.
Von dpa /
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Menschen laufen an einer Filiale von T-Mobile in New York (USA) vorbeiT-Mobile US und Sprint wollten schon einmal fusionieren Die Telekom-Tochter T-Mobile US will bei der erwarteten Fusions­welle auf dem US-amerikanischen Mobilfunk­markt nicht ihre Chance verpassen. "Natürlich" sei man in Diskussionen zu einer Kombination mit dem Rivalen Sprint, sagte T-Mobile-US-Finanzchef Braxton Carter gestern auf einer Investoren­veranstaltung in Colorado Springs. Er sehe bedeutende Einspar­möglichkeiten durch einen möglichen Zusammen­schluss.

Telekom rechnet mit Fusionsgesprächen

Telekom-Chef Tim Höttges hatte zuletzt bereits gesagt, dass er mit Fusions­gesprächen der Zweidrittel-Tochter rechne. "Wir sind in einer Position der Stärke", sagte er allerdings auf der Haupt­versammlung vergangene Woche. "Wir entscheiden: was, wann und wie." Masayoshi Son, Chef der Sprint-Mutter Softbank, hatte bereits im Mai den Wunsch geäußert, vorzugsweise mit T-Mobile US zu fusionieren.

Derzeit dreht sich auf dem US-Markt alles um die möglicher­weise anstehende Konsolidierung. Grund ist der Regierungs­wechsel, mit dem auch bei der US-Telekom-Aufsichts­behörde FCC nun ein anderer Wind weht.

Unter Ex-Präsident Barack Obama hatten die Aufseher noch vier große Mobil­funker im Land bevorzugt und daher einer Fusion von Sprint und T-Mobile US eine Absage erteilt. Mit Ajit Pai auf dem Chefsessel wendet sich nun womöglich das Blatt. Der von Präsident Donald Trump eingesetzte Republikaner favorisiert eine weniger harte Hand bei der Regulierung. Damit will er nach eigenen Aussagen Investitionen fördern. Pai ist außerdem bekennender Gegner der Netzneutralität.

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