Unlizenziert

T-Mobile US bietet in ersten Städten LTE-U an

T-Mobile US hat damit begonnen, in ersten Ballungszentren der USA LTE-U auszurollen. LTE-U nutzt WLAN-Frequenzen und soll zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung beitragen.
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T-Mobile US hat damit begonnen, in ersten Städten LTE-U anzubieten. Für LTE-U werden nicht zugewiesene Teile des 5-GHz-Spektrums genutzt, um Kunden mehr Bandbreite und bessere Netzabdeckung zu bieten. LTE-U steht nun Teilen von Bellevue (WA), Brooklyn (NY), Dearborn (MI), Las Vegas (NV), Richardson (TX) und Simi Valley (CA). Später im Jahr soll es an weiteren Orten angeboten werden. Für die Nutzung von LTE-U braucht es spezielle Hardware und Software - konkret ist das derzeit nur mit dem Galaxy S8 und S8 Plus möglich.

Laut T-Mobile US bietet LTE-U für die Verbraucher ähnliche Geschwindigkeits- und Kapazitätsvorteile wie die Technologien, die im vergangenen Herbst im LTE-Netz gestartet wurden - Carrier Aggregation, 256 QAM (Quadrature Amplitude Modulation) und 4x4 MIMO (Multiple Input Multiple Output) - und das alles mit weniger lizenziertem Spektrum. Über einen Test der Deutschen Telekom, bei dem eine Kombination dieser Technologien zum Einsatz kam, um Geschwindigkeiten von über 1 GBit/s im LTE-Netz zu erreichen hatten wir im vergangenen Herbst berichtet.

Außerdem gab T-Mobile US bekannt, dass ein erster Test von License Assisted Access (LAA) in Los Angeles abgeschlossen hatte. LAA kombiniert das unlizenzierte 5-GHz-Band (das für LTE-U verwendet wird) und lizenziertes Spektrum, um eine höhere Leistung zu reichen. Bei der Nutzung des aggregierten 80-MHz-Spektrums wurden Downloadraten von gut 740 MBit/s erreicht.

Die anderen sollen Staub fressen

T-Mobile startet in ersten Städten der USA LTE-UT-Mobile startet in ersten Städten der USA LTE-U "LAA ist das beste Beispiel dafür, wie T-Mobile innovativ voraus geht. Während unsere Konkurrenten ihre Probleme haben, damit klar zu kommen, wie Verträge mit unbegrenztem Datenvolumen ihre Netzwerke verlangsamen, sind wir bereits an dem, was danach kommt", sagte Neville Ray, CTO bei T-Mobile. "Das bedeutet, dass das schnellste LTE-Netz - und das ist T-Mobile - jetzt noch schneller wird. Ich hoffe AT & T und Verizon mögen es, unseren Staub zu fressen!"

Anfang dieses Jahres hat die FCC den Weg für LTE in unlizenziertem Spektrum freigegeben, so dass Mobilfunkanbieter nicht lizenziertes Spektrum im 5-GHz-Band einsetzen können, das häufig nicht ausgelastet ist. LTE-U- und LAA-Equipment und -Endgeräte sollen in der Lage sein, hier intelligent entsprechende Kapazitäten im freien Spektrum nutzen zu können, ohne andere Benutzer auf demselben Band zu stören, die etwa herkömmliches WLAN verwenden.

LAA ermöglicht eine größere Trägeraggregation als LTE-U, so dass Mobilfunkbetreiber größere Mengen an unlizenziertem und lizenziertem Spektrum kombinieren können. Damit können wiederum mehr Bandbreite und höhere Geschwindigkeiten im Netz erreicht werden. In einer älteren Meldung haben wir bereits erklärt, wie LTE-U prinzipiell funktioniert.

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